
Erwartung
Simeon wartet sehnsüchtig auf den Retter Israels. Er hat den festen Glauben, dass er dessen Ankunft noch erleben wird, bevor er stirbt - ein Versprechen, das ihm Gott gegeben hat. Überglücklich erkennt er, dass Gott ihn zur richtigen Zeit in den Tempel geführt hat, wo er den Erlöser als kleines Kind in den Armen von Maria und Joseph trifft. Jesus Christus, der von Gott gesandte Sohn, ist als „Licht der Welt“ auf einer grandiosen Rettungsmission. Davon zeugen Simeons Worte, die er als Lobpreis an Gott richtet (Lukas 2,29-32). Anna, eine Prophetin, gesellt sich dazu. Sie erzählt allen, die sie trifft, von der Ankunft des ersehnten Messias.
Von dem Israeliten Simeon und der gottesfürchtigen Anna möchte ich lernen, was es heißt, aktiv und jederzeit auf Gottes Verheißung zu warten. Sie hofften auf den vor Jahrhunderten angekündigten „Trost Israels“, den Messias, und ihre Hoffnung war lebendig und prägte ihr Leben und ihren Alltag.
Auch Christen warten über Jahrhunderte hinweg darauf, dass sich ein Versprechen erfüllt: Jesus Christus wird wiederkommen. Zuerst wird Er alle, die an Ihn glauben, zu sich in den Himmel holen, und dann wird Er mit ihnen sein Friedensreich auf dieser Erde errichten - ein Reich, in dem Frieden und Gerechtigkeit herrschen werden.
In Jesus Christus finden wir Hoffnung, selbst in den dunkelsten Zeiten der Geschichte, die hinter uns und vielleicht noch vor uns liegen. Er schenkt allen, die an Ihn glauben, bereits heute ewiges Leben und eine sichere Zukunft bei Ihm! Diese Erwartung macht einfach froh!