So Sonntag
23
Feb Februar
Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: „Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, sitzend auf einem Eselsfohlen.“ Dies verstanden seine Jünger zuerst nicht; jedoch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich daran, dass dies von ihm geschrieben war und sie ihm dies getan hatten.
Johannes 12,14–16

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Viele sind gekommen, um Lazarus zu sehen, weil Jesus ihn aus den Toten auferweckt hat. Und tatsächlich - Lazarus lebt! Daraus schlussfolgern sie, dass dieser Jesus der lang verheißene Sohn Davids ist. Sie heißen Ihn als König Israels herzlich willkommen, indem sie aus Psalm 118 zitieren. Doch wer hätte damals geahnt, dass wenige Tage später zu hören war: „Hinweg, hinweg! Kreuzige ihn! … Wir haben keinen König als nur den Kaiser“? (Kap. 19,15)

Der Herr nimmt einen jungen Esel und erfüllt damit eine Vorhersage aus dem Propheten Sacharja. Dort heißt es: „Frohlocke laut, Tochter Zion; jauchze Tochter Jerusalem! Siehe dein König wird zu dir kommen: Gerecht und ein Retter ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin“ (Sacharja 9,9).

Es ist bemerkenswert, dass kein Evangelium den Text aus Sacharja vollständig wiedergibt. Die vorangestellte Aufforderung, sich zu freuen, findet sich in keinem der vier Evangelien. Der Grund liegt auf der Hand: Israel hätte zuerst Buße tun und seinen Messias im Glauben annehmen sollen. Doch das hatten sie nicht getan. Und wenn Christus wiederkommen wird, werden sie zuerst trauern, bevor sie Ihn mit Freude aufnehmen (Sacharja 12,10).

Wenn Christus in Zukunft auf dieser Erde in Herrlichkeit erscheint, wird Er das Volk Israel aus der Hand seiner Feinde retten. Doch heute schon will Er Menschen von ihren Sünden retten (Matthäus 1,21).