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Ihr wisst nicht, was der morgige Tag bringen wird.
Jakobus 4,14

Ernste Angelegenheiten erst morgen!

Archias gehörte zu den Herrschern (Oligarchen) der griechischen Stadt Theben. Während eines fröhlichen Festes im Jahr 379 V. Chr. überbrachte ihm ein Kurier aus Athen einen dringenden Brief. „Der Absender bittet dich, diesen Brief unverzüglich zu lesen“, sagte der Bote. „Es geht um ernste Angelegenheiten!“ Lachend antwortete Archias: „Ernste Sachen erst morgen!“, und schob den Brief ungeöffnet unter sein Sitzpolster.

Aber dieses „Morgen“ sollte Archias nicht mehr erleben. Noch in derselben Nacht drangen Verschwörer in Theben ein und ermordeten ihn und seine Gäste, bevor das Fest zu Ende war. Der ungeöffnete Brief aber enthielt eine Warnung vor gerade dieser Verschwörung. – Ein ­anschauliches Beispiel für die Neigung vieler Menschen, unangenehme Dinge, so wichtig sie auch sind, auf später zu verschieben!

Auch Gott hat „Boten“ mit Nachrichten von allergrößter Bedeutung gesandt. Dabei denken wir an seinen Sohn Jesus Christus, an die Apostel Jesu und auch an die Propheten des Alten Testaments. Ihre Botschaft finden wir zuverlässig aufgezeichnet in der Bibel. Da geht es um den Schöpfer und seine Ansprüche an uns, um die Gerechtigkeit Gottes, um das Böse in uns, um den Tod und das Jenseits, um Himmel und Hölle, vor allem aber um Jesus Christus, den Retter und Herrn.

Das alles ist vielen unangenehm. Es erinnert sie an ihr Versagen. Deshalb denken sie: „Ernste Dinge erst morgen! Heute gehen wir den normalen Aufgaben und dem Vergnügen nach, damit haben wir genug zu tun! Morgen ist noch Zeit genug, an die Ewigkeit zu denken.“ – Doch dieses Denken brachte dem Oligarchen von Theben den Untergang. Deshalb sollten wir den „Brief“ Gottes heute öffnen und beherzigen!

„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.“ Hebräer 3,15