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Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit das ihm Wohlgefällige tue. Als er dies redete, glaubten viele an ihn. Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Johannes 8,29-32

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Wenn wir das Johannes-Evangelium lesen, fällt uns auf, dass der Sohn Gottes viele Male erwähnt, dass der Vater Ihn gesandt hat. Jesus hat also einen Auftrag zu erfüllen, den Er an einer Stelle auch „Werk“ nennt (Kap. 17,4). Was auch immer die Menschen über Ihn denken und wie sehr sie sich von Ihm distanzieren – der Vater hat größtes Gefallen an allem, was sein Sohn tut, und ist bei Ihm.

Die Worte Jesu haben eine enorme Wirkungskraft. Das spüren „viele“ Zuhörer und glauben an Ihn. Der Herr stellt sie auf die Probe: Wer nicht nur dem Namen nach ein Nachfolger, sondern ein echter Jünger sein möchte, wird das zu erkennen geben – indem er in dem Wort Jesu bleibt. Er wird also nicht nur für kurze Zeit Begeisterung zeigen, sondern er wird auf Dauer daran festhalten und sich diesem Wort unterordnen. – Auch heute sehen sich viele Christen als Jünger Jesu. Doch folgen wir Ihm wirklich? Oder sind uns die Worte Jesu oftmals unbequem, so dass wir uns lieber unsere eigenen Vorstellungen über das Christsein machen?

Beachten wir: Nur wer im Wort Gottes bleibt, wird die Wahrheit erkennen. Also zuerst der Glaube und der Gehorsam, dann folgt die Erkenntnis – nicht umgekehrt!

Manche Menschen meinen, sie würden sich in Zwänge begeben, wenn sie sich auf die Wahrheit Gottes einlassen. Denn dann muss man so leben wie Jesus. Doch war Jesus nicht frei? Gewiss! Der Teufel dagegen bringt die Menschen durch seine Lüge in Knechtschaft. Und auch die Sünde knechtet den Menschen. Deshalb brauchen wir die befreiende Kraft der Wahrheit Gottes.