So Sonntag
25.
Sep September
Sie sollen umkehren, jeder von seinem bösen Weg und von dem Unrecht, das in ihren Händen ist. Wer weiß? Gott könnte sich wenden und es sich gereuen lassen und umkehren von der Glut seines Zorns, dass wir nicht umkommen. Und Gott sah ihre Werke, dass sie von ihrem bösen Weg umgekehrt waren; und Gott ließ sich des Übels gereuen, wovon er geredet hatte, dass er es ihnen tun wolle, und tat es nicht.
Jona 3,8–10

Gedanken zum Propheten Jona

Auf die Botschaft Jonas hin hat der König von Ninive in seinem Reich zur konsequenten Umkehr aufgerufen. Er fürchtet das angekündigte Gericht und hofft, dass Gott ihnen gnädig sei, wenn sie von ihrem sündigen Lebensstil umkehren.

Jeder, der eine Bibel hat und darin unterwiesen worden ist, kennt Gott besser als damals die Leute in Ninive. Wir heute brauchen nicht daran zu zweifeln, dass Gott jede Seele rettet, die Ihn um Gnade anfleht. Weil sein Sohn Jesus Christus das Sühnopfer geworden ist, handelt Gott nicht nur gnädig, sondern auch gerecht, wenn Er den freispricht, der an Jesus glaubt (Römer 3,26).

Im Fall von Ninive hat Gott durch Jona Gericht predigen lassen. Doch nachdem die Menschen umgekehrt sind, „lässt Gott sich des Übels gereuen“ und führt das angekündigte Gericht in diesem Moment nicht aus. Hätten wir das erwartet?

Wenn es um Gottes ewigen Ratschluss geht, kann niemand Ihn in seinem Handeln beeinflussen. Gott ist souverän und seine ewigen Vorsätze kommen zustande.

Aber es gibt eben auch eine andere Seite: Gott warnt die Menschen immer wieder eindringlich, indem Er auf die eine oder andere Weise mit ihnen handelt. Wenn die Menschen diese Warnung beherzigen und von ihren Sünden umkehren, führt Gott sein angekündigtes Gericht oft nicht aus, weil Er ein barm­herziger Gott ist, der Sünden vergeben will.

„Ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht der Herr, HERR. So kehrt um und lebt!“

Hesekiel 18,32