Sa Samstag
5.
Dez Dezember
Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht; geh hin und sündige nicht mehr!
Johannes 8,11

Diese Worte des Herrn Jesus Christus rufen Fragen hervor:

  • War diese Frau denn nicht schuldig? Sie war doch beim Ehebruch ertappt worden!
  • Forderte das Gesetz Moses dafür nicht unnachsichtige Bestrafung?
  • Hatten die Schriftgelehrten und Pharisäer, die die Frau zu Jesus brachten, nicht das Recht, sich auf dieses Gesetz zu berufen?
  • Und hatte der Sohn Gottes etwa nicht die göttliche Autorität, die schuldige Frau zu verurteilen?

Man muss diese Fragen ohne allen Zweifel bejahen. Und der Herr Jesus Christus widersprach dem auch nicht. Aber Er wies auf zusätzliche Gesichtspunkte hin, die die Lage in einem ganz neuen Licht erscheinen ließen.

Die Schriftgelehrten und Pharisäer, die die Bestrafung der Schuldigen forderten, standen selbst unter dem Fluch des Gesetzes: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst einen Stein auf sie“, sagte der Herr. Da gingen sie alle hinaus, angefangen von den Ältesten. Das Gesetz, auf das sie sich beriefen, verurteilte auch sie.

Die Ankläger hatten weder die moralische Berechtigung, die Frau zu verurteilen, noch das Recht, Sünden zu vergeben. Aber sie kannten keine Barmherzigkeit. - Der Sohn Gottes hatte als Einziger das Recht, zu richten, weil Er ohne Sünde war. Doch Er verurteilte die Schuldige nicht. Er sagte: „Auch ich verurteile dich nicht“, und Er fügte hinzu: „Geh hin und sündige nicht mehr!“

Wenn Jesus Christus in seiner Barmherzigkeit Geduld mit Sündern hat oder wenn Er Sünden vergibt, handelt Er nicht etwa gegen die Gerechtigkeit Gottes. Nein, Er kam und nahm die Schuld verlorener Sünder auf sich. Er selbst trug die Strafe dafür. Er starb an unserer statt - wenn wir es im Glauben annehmen.