Do Donnerstag
28.
Okt Oktober
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!
1. Korinther 15,57

In einem sehr vornehmen Haus saß ein geladener Kreis von Damen und Herren. Im Lauf des Abends kam das Gespräch auf „Sünde“. Allgemeines Lächeln ringsum.

Da bemerkte ein Industrieller: „Ja, mit Sünde dürfen Sie dem modernen Menschen nicht mehr kommen. Aber ich will Ihnen etwas sagen: Wenn ich schon keine Sünde hätte, so habe ich doch tief in mir einen ganzen zoologischen Garten: einen Löwen, der meine Frau anbrüllt; eine Schlange, die ihr Gift verspritzt; einen Aal, der sich geschickt überall hindurchwindet auf Kosten der Wahrheit; und einen Igel, wenn der hochkommt, dann gibt es Stacheln und Wunden nach allen Seiten. O nein, keine Sünde, nur ein ganzer zoologischer Garten! Ich muss bekennen, über diese Widersacher in mir wurde ich nicht Meister. Kaum waren sie da, hatten sie auch schon alles verwüstet.“

Der Industrielle war aber noch nicht fertig: „Aber seit ich Jesus kenne, ist es anders. Sie kommen jetzt viel seltener. Sie wittern und fürchten ihren Bezwinger. Vor Ihm müssen sie wieder verschwinden.“

Aus dieser Schilderung wird deutlich: Wer sein Leben Jesus Christus übergibt, über den hat die Sünde keine Macht mehr. Das heißt nicht, dass ein Gläubiger nicht mehr sündigen kann, aber er muss es nicht mehr. Auch Christen haben fortlaufend nötig, über ihr Verhalten nachzudenken und benötigen Vergebung, wenn sie gesündigt haben. Aber sie können sich im Glauben darauf stützen, dass Jesus für alle ihre Sünden am Kreuz von Golgatha bezahlt hat. Die Kraft zu einem freudigen Christenleben wird getragen von der Dankbarkeit, dass sie sich von Christus geliebt und angenommen wissen. Dieser Dank spricht auch aus dem heutigen Tagesvers, den Paulus an die Christen in Korinth richtete.