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Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, dass er sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet hat und uns ein Horn des Heils aufgerichtet hat in dem Haus Davids, seines Knechtes.
Lukas 1,68.69

Bis heute ist es üblich, dass bedeutende Persönlichkeiten vor ihrem Auftreten von einer anderen Person angekündigt werden. Das finden wir auch, als der Sohn Gottes sich zu seinen Geschöpfen herabneigte und als Mensch auf die Erde kam: Jesus Christus wurde, wie bereits im Alten Testament verheißen, von einem Herold, einem Boten, angekündigt. Dieser Herold war Johannes der Täufer. Schon sein Name hat eine wunderbare Bedeutung, die umschreibt, was seine Mission ausmacht: „Der HERR ist gnädig.“

Die Geburt von Johannes war seinem Vater Zacharias durch einen Engel angekündigt worden. Der Engel hatte auch den Namen genannt, den das Kind tragen sollte. Als dieses dann geboren wurde und den Namen Johannes erhielt, erregte das Aufsehen. Der Tradition folgend passte der Name gar nicht zur Familie. Doch sein Vater bestand auf diesem Namen. Zacharias wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und spricht einen wunderbaren Lobpreis Gottes aus, dem unser Tagesvers entnommen ist. Ja, Gott ist gnädig, und jetzt wendet Er seinem Volk seine Gnade ganz besonders zu: Der Sohn Gottes kommt auf die Erde, um ihnen das Heil zu bringen, die Vergebung ihrer Sünden (V. 77). In diesem Lobpreis wird deutlich, wie passend der Name Johannes für den Vorläufer des Erlösers ist.

In seinem Lobpreis spricht Zacharias von dem „Horn des Heils“. – Was ist damit gemeint? Das Horn ist ein Symbol für Kraft und Stärke. Zacharias redet auch von der „herzlichen Barmherzigkeit unseres Gottes, in der uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe, um denen zu leuchten, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere Füße auf den Weg des Friedens zu richten“ (V. 78.79).

Welch ein starker Erretter ist der Sohn Gottes! Er will auch heute jeden, der an Ihn glaubt, aus der Macht des Teufels und der Sünde befreien.