Di Dienstag
2.
Mär März
Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, dass der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist.
Jakobus 5,11

Frederick Tucker wird am 21. Mai 1853 im Nordosten In­diens geboren. Er ist der Sohn einer reichen englischen Familie, die auf der Höhe des Imperialismus lebt. Gemeinsam mit seiner ersten Frau und drei Mitarbeitern gründet er 1882 die Heilsarmee in Indien. Seine erste Frau stirbt früh in einer Cholera-Epidemie.

Frederick heiratet erneut. Seine zweite Frau Emma ist eine Tochter des Gründers der Heilsarmee William Booth. Mit ihr bekommt er neun Kinder, von denen drei früh sterben. Auch Emma wird in Indien schwer krank, so dass sie gezwungen sind, nach Amerika zu ziehen.

Eines Abends predigt Frederick darüber, dass Jesus Chris­tus voller Mitgefühl ist. Nach der Predigt spricht ihn ein Zu­hörer vorwurfsvoll an: „Wenn Ihre Frau wie meine sterben würde, und wenn Ihre Kinder weinend nach ihrer Mutter riefen, dann könnten Sie nicht mehr von einem Gott der Liebe reden, der mitfühlend ist!“

Nur wenige Tage später geschieht das Unfassbare: Aus­gerechnet auf dem Weg zu ihrem Mann verliert Emma ihr Leben bei einem Eisenbahnunglück! Frederick steht mit sei­nen sechs Kindern am offenen Grab. Da fallen ihm die vor­wurfs­vollen Worte des Zuhörers wieder ein, so dass er davon berichtet: „Neulich hat jemand zu mir gesagt, wenn meine Frau stürbe, dann könnte ich nicht mehr verkündigen, dass Jesus Christus voller Mitgefühl ist. Wenn dieser Mann anwesend ist, möchte ich ihm sagen, dass der Herr Jesus bei mir ist. Ja, mein Schmerz ist sehr groß, aber gerade heute ist Christus mein Trost.“ Der besagte Mann hört tatsächlich zu. Überwältigt von Tuckers Zeugnis gibt er sich zu erkennen und öffnet sich für die rettende Botschaft des Evangeliums.

Der Herr Jesus ist wirklich der Einzige, der in jeder Situation mit uns fühlen und uns trösten kann.