So Sonntag
23.
Jun Juni
Jesus befahl ihnen, dass sie alle sich in Gruppen lagern ließen, auf dem grünen Gras. Und sie lagerten sich in Abteilungen zu je hundert und je fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, segnete und brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische verteilte er unter alle. Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben an Brocken zwölf Handkörbe voll auf, und von den Fischen. Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.
Markus 6,39–44

Gedanken zum Markus-Evangelium

Es ist nicht das erste Mal, dass Jesus seine Jünger und alle anderen Anwesenden in Staunen versetzt. Schon bei der Hochzeit in Kana hat der Sohn Gottes gezeigt, dass Er aus Wasser Wein machen kann (vgl. Johannes 2,1–11). Vorher mussten allerdings seine Anweisungen befolgt werden. Dabei hat Er an das angeknüpft, was vorhanden war: Die leeren Krüge sollten mit Wasser gefüllt werden.

Hier ist es ähnlich: Zuerst werden die Jünger angewiesen, die Anzahl der Brote zu ermitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Dann werden alle aufgefordert, sich in Gruppen im grünen Gras niederzulassen.

Wenn der Herr die Gläubigen gebrauchen will, um andere durch ein Gespräch oder eine Predigt geistlich zu fördern, greift Er gern auf das zurück, was bei ihnen vorhanden ist. Ihre Kraft, ihre Fähigkeiten und ihr Bibelwissen erscheinen ihnen selbst oft zu gering, als dass sie damit etwas erreichen könnten. Doch wenn sie sich dessen bewusst sind, dass sie aus sich selbst heraus gar nichts tun können, dann ist das die beste Voraussetzung für den Herrn, sie als Diener zu senden. Denn nicht der Mensch und seine Stärken sollen gerühmt werden, sondern allein Jesus, der Herr.

Fünftausend Männer werden mit fünf Broten und zwei Fischen gesättigt, und anschließend werden zwölf Handkörbe voll Brocken aufgesammelt. Das bringt nur Gott, der Schöpfer und Erhalter, zustande.