So
20
Mai
Als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich kam aus dem Himmel ein Brausen, wie von einem daherfahrenden, gewaltigen Wind, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Apostelgeschichte 2,1-4

Zehn Tage nach der Himmelfahrt des Herrn Jesus Christus wurde in Jerusalem das Pfingstfest gefeiert. Im Alten Testament hieß dieses Fest „Fest der Ernte“ oder auch „Fest der Wochen“. Es gehörte zu den drei großen Festen, an denen jeder männ­liche Israelit das Heiligtum Gottes aufsuchen sollte (2. Mose 23,16; 34,22.23).

An diesem Tag waren die Jünger Jesu ein­mütig in Jerusalem zusammen. Sie erlebten miteinander, dass sich die Zusage erfüllte, die ihr Meister ihnen gegeben hatte: Der Heilige Geist kam, um in ihnen Wohnung zu nehmen, und zwar in jedem von ihnen persönlich wie auch in ihnen als Gemeinschaft (1. Korinther 3,16; 6,19; 12,13).

Schon während seines Dienstes auf der Erde hatte der Herr Jesus angekündigt, dass Er seine Gemeinde bauen werde. Dieser Zeitpunkt war jetzt da – durch das Kommen des Heiligen Geistes. Es war die Geburtsstunde der christlichen Kirche, der Gemeinde oder Versammlung Gottes (Matthäus 16,18).

Gott, der Heilige Geist, kam auf die Erde! Diese gewaltige Tatsache wurde von äußeren Zeichen begleitet. Dabei deuteten die „zerteilten Zungen“ an, dass nun das Evangelium der Gnade Gottes verkündigt werden sollte – und das nicht nur den Juden, sondern allen Völkern und in allen Sprachen. Und der Heilige Geist überwand die Sprachbarriere und befähigte die ersten Christen, in anderen existierenden Sprachen zu reden.