So Sonntag
20.
Sep September
Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote; und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Sachwalter geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.
Johannes 14,15–18

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Der Herr Jesus stand im Begriff, die Erde zu verlassen. Doch niemals würde seine Liebe zu seinen Jüngern aufhören - Er liebt sie „bis ans Ende“ (Kap. 13,1). Und seine Jünger - würden sie ihren Herrn lieben, Ihm treu bleiben? Sie haben sein Wort, seine Gebote. So können sie ihre Liebe beweisen, indem sie diese Gebote halten.

Dann eröffnet der Herr seinen Jüngern, dass Er ihnen einen ganz besonderen Segen für die Zeit seiner Abwesenheit geben will: Der Heilige Geist würde als Person auf diese Erde kommen und in den Gläubigen wohnen. Er nennt Ihn „Sachwalter“ oder „Fürsprecher“, „Beistand“, wie man auch übersetzen kann.

Bisher hat der Herr selbst seinen Jüngern beigestanden. Er hat sich um die Belange der Jünger gekümmert und sie in jeder Hinsicht unterstützt, ermuntert und getröstet. Nach der Himmelfahrt Jesu würde diese Aufgabe zusätzlich der Heilige Geist übernehmen. Der Heilige Geist würde sie nie verlassen - im Gegensatz zu Jesus, der nur für eine begrenzte Zeit sichtbar bei ihnen war und jetzt der Sachwalter „bei dem Vater“ ist (1. Johannes 2,1).

Noch zwei Dinge sind „anders“ bei dem Heiligen Geist: Er ist und bleibt unsichtbar, weil Er nicht Mensch geworden ist, und Er „wird in euch sein“, so dass Er aufs Engste mit den Gläubigen verbunden ist.

So hat der Herr selbst dafür gesorgt, dass die Seinen während seiner Abwesenheit bestens versorgt sind: Der Heilige Geist verbindet sie mit dem verherrlichten Christus.