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Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, reinigt uns von aller Sünde.
1. Johannes 1,7

Zwei Pfeile im Köcher (2)

Gestern sahen wir, dass der alte Herr, den ich besuchte, von Gott nichts wissen wollte. Als ich endlich zu Wort kam, las ich ihm einige Bibelverse vor. Und ich betete mit ihm: Ich bat Gott darum, dass sein Wort diesem Mann zum Segen wird, so dass er die Gefahr, die ihm drohte, erkennt und davor errettet wird – damit ich ihn einmal im Himmel wiedersehe.

Als ich mich verabschiedete, sagte der Mann: „Wenn es einen Himmel gibt, dann möchte ich dahin kommen. Sollten Sie falschliegen und sollte ich recht haben, dann haben wir beide gewonnen. Sollten Sie aber recht haben und ich falschliegen, dann haben Sie gewonnen und ich habe verloren. Sie haben zwei Pfeile im Köcher – ich nur einen.“

Drei Wochen später wollte ich ihn wieder besuchen, doch ich kam zu spät. Er hatte drei Jahre geplant … und noch nicht einmal drei Wochen überlebt.

Seine Frau erzählte mir, dass ihr Mann nach meinem Besuch keine Ruhe mehr gefunden hätte. Seine Freunde und sein Hausarzt hätten ihn deshalb ausgelacht: So, wie er gelebt hätte, könne er doch auch dem Tod unerschrocken ins Auge sehen. Aber ihr Unglaube gab ihm keinen Trost. – Als es mit ihm zu Ende ging, ergriff er die Hand seiner Frau, sah ihr fest in die Augen und sagte: „Ich glaube an Gott, den Vater, und an Gott, den Sohn, und an Gott, den Heiligen Geist. Ich glaube an den Himmel und an die Hölle.“ Das waren seine letzten Worte.

Ich gehe davon aus, dass ich den alten Herrn im Himmel wiedersehen werde! Ein Glaube, der echt ist, kann Frieden schenken und sagen: „Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir“ (Psalm 23,4).