Do
22
Jun
Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig.
Lukas 7,41

Der Herr Jesus Christus war bei dem selbstgerechten Pharisäer Simon zum Essen eingeladen. Plötzlich kam eine stadtbekannte Sünderin herein, ging zu Jesus und zeigte deutlich, wie sie unter ihrer Schuld litt und sie bereute. Da erzählte Jesus das Gleichnis von den beiden Schuldnern.

Zwei Schuldner! Der Herr wollte dem selbstgerechten Mann zeigen, dass nicht nur die sündige Frau, sondern dass auch er vor Gott ein Schuldner war. Schuldner vor Gott – in die gleiche Kategorie eingestuft wie diese Frau! Wie peinlich für den Hausherrn! Ja, die Schuld kann größer oder kleiner sein – aber Schuldner sind wir alle.

Wenn Christus vom Verhältnis der Menschen zu Gott spricht, dann muss Er hier anknüpfen. Wir sind zahlungsunfähige Schuldner, an die der heilige Gott berechtigte Forderungen hat. – Die kann man nicht einfach dadurch abtun, dass man vom „lieben Gott“ spricht oder von einem „lieben Vater“, der irgendwo weit weg „überm Sternenzelt“ wohnt. Denn an Gottes Heiligkeit führt kein Weg vorbei. Sonst müsste Er sich selbst verleugnen; Er müsste gegen sein eigenes Wesen verstoßen.

Die nötige Hilfe, unsere Schuld loszuwerden, finden wir nicht darin, dass wir unsere Schuld vor Gott leugnen. Wir müssen vielmehr das „Zahlungsmittel“ Gottes in Anspruch nehmen: die Sühnung der Schuld durch den Tod Jesu Christi. In Christus hat jeder Glaubende „die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen“, und ist von aller Schuld „gerechtfertigt“. Das ist ein völlig neues Leben, denn „wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (Epheser 1,7; Römer 3,26; 2. Korinther 5,17).

„Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab als Lösegeld für alle.“ 1. Timotheus 2,5.6