So Sonntag
11.
Apr April
Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
Johannes 17,3–5

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Die erste Bitte dieses bemerkenswerten Gebets, das Jesus als Sohn Gottes an den Vater richtet, lautet: „Verherrliche deinen Sohn ...“ Alles steht unter der Überschrift, dass Gott, der Vater, geehrt wird. Und Er wird dadurch geehrt, dass Jesus Christus allen, die an Ihn glauben, ewiges Leben schenkt.

Was ist das ewige Leben? Es ist das Leben aus Gott, das die Glaubenden durch die Neugeburt empfangen und das sie befähigt, Gott, den Vater, und seinen Sohn Jesus Christus zu kennen und sich der Gemeinschaft mit Ihnen zu erfreuen. Schon die Gläubigen des Alten Testaments hatten Leben aus Gott, aber nicht in diesem tiefgehenden Charakter, weil damals Christus, das ewige Leben, noch nicht offenbart war. Heute besitzen die Gläubigen es in dem Sohn Gottes; Er selbst ist ihr Leben (1. Johannes 1,2; 5,11). Was für ein himmlischer Segen!

Viele haben sich Gedanken über Gott gemacht und sind zu falschen Schlussfolgerungen gekommen. Seitdem Jesus Christus gekommen ist, braucht niemand mehr einem verkehrten Gottesbild anzuhängen. Er ist von Gott ausgegangen und hat Gott vollkommen kundgemacht und auch das Sühnungswerk am Kreuz vollbracht.

Auf dieser Grundlage bittet der Herr Jesus nun den Vater, Ihn zu verherrlichen. Für uns Menschen wäre eine solche Bitte anmaßend: nach der Herrlichkeit bei Gott selbst zu verlangen. Das konnte nur der eingeborene Sohn erbitten. Er stand im Begriff, als Mensch dorthin zurückzugehen, wo Er vor seiner Mensch­werdung immer war. Und dort ist Er nun - verherrlicht mit seiner ewigen Herrlichkeit.