Fr Freitag
20
Sep September
Der Teufel führte Jesus aber nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab; denn es steht geschrieben: „Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren“; und: „Sie werden dich auf Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest.“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm.
Lukas 4,9–13

Vom Teufel versucht (3)

Die dritte Versuchung trug einen religiösen Charakter. Satan kannte Gottes Wort und zitierte aus dem Alten Testament. Die angeführten Verse sind Wahrheit; sie treffen auf Christus zu, den Sohn Gottes. Erneut fand Satan in Jesus keinen Anknüpfungspunkt; er konnte den Sohn Gottes nicht zur Sünde verleiten.

Christus sollte Gott auf die Probe stellen! Aber nichts konnte Ihn dazu bewegen, das Vertrauen auf Gott und die Ergebenheit in seinen Willen aufzugeben. Es wäre ja purer Unglaube, wenn man Gott testen wollte, ob Er zu seinem Wort steht und seinen Sohn bewahrt. - Der Mensch soll Gott nicht auf die Probe stellen, sondern seinen Zusagen vertrauen, so wie Christus es getan hat.

Jesus ist in diese Versuchungen geführt worden, damit gleich zu Beginn seines Dienstes seine Reinheit und Heiligkeit deutlich ans Licht treten konnte. Aber es bedeutete tiefes inneres Leiden für Ihn, mit diesen bösen Versuchungen Satans konfrontiert zu werden.

Christus hat das auf sich genommen, aus Liebe zu Gott und aus Liebe zu den Gläubigen,

  • um uns ein Beispiel zu geben, wie wir in der Versuchung bestehen können,
  • und um uns aus Erfahrung zu verstehen und zu helfen, „denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden“ (Hebräer 2,18).