Di
12
Dez
Pilatus hatte erkannt, dass die Hohenpriester Jesus aus Neid überliefert hatten.
Markus 15,10

Als Jesus Christus auf der Erde lebte, hielten die Römer das Land Israel besetzt. Die eroberten Gebiete des Römischen Reiches wurden von hohen römischen Beamten regiert, denen auch die dort stationierten Soldaten unterstanden. Aufstände der Bevölkerung wurden ohne Zögern militärisch niedergeschlagen.

In Jerusalem residiert der römische Statthalter Pilatus. Seine Aufgabe ist nicht einfach; die Juden damals sind nämlich dafür bekannt, Widerstand gegen die Besatzung zu leisten. Doch jetzt macht Pilatus eine ganz merkwürdige Erfahrung: Die Juden selbst wenden sich an ihn und liefern scheinbar aus politischen Gründen einen Mann an ihn aus; dieser Mann beanspruche, der König der Juden zu sein. Mehrfach verhört Pilatus den Gefangenen. Dabei wird ihm klar: Der Angeklagte ist unschuldig. Seine Ankläger sind nur neidisch, weil Er die Gunst des Volkes besitzt und ihr eigenes Ansehen darunter leidet.

Auf verschiedene Weise versucht der Statthalter, den Gefangenen – es ist Jesus – freizulassen. Dabei trifft er auf den erbitterten Widerstand der religiösen Führer im Land. Diese fordern nur eines: Tod durch Kreuzigung. Noch einmal will Pilatus das umgehen und beteuert die Unschuld des Angeklagten. Da bekommt er zur Antwort: „Wenn du diesen freilässt, bist du kein Freund des Kaisers; jeder, der sich selbst zum König macht, spricht gegen den Kaiser“ (Johannes 19,12). Mit dem Kaiser will Pilatus es sich auf keinen Fall verderben. Also entscheidet er sich, der Forderung nachzugeben, und lässt Jesus kreuzigen.

Ohne jede Gegenwehr oder Selbstverteidigung ließ Jesus das mit sich geschehen. Er ging nach Golgatha und ließ sich dort kreuzigen. Am Kreuz nahm Er die gerechte Strafe für die Sünden aller auf sich, die an Ihn als Herrn und Retter glauben.