
Absolut gerechte Rechtsprechung
König Salomo hatte die Welt aufmerksam beobachtet. Seine Einsichten und Ratschläge hielt er in den Büchern der Sprüche und des Predigers fest - unter der Leitung des Geistes Gottes.
Damals wie heute zeigt sich, dass selbst die beste Gesetzgebung nicht jede einzelne Situation angemessen regeln kann. Und selbst bei größter Sorgfalt sind Richter vor Fehlentscheidungen nicht gefeit. - Doch Salomo erkannte noch ein weiteres Problem: Es gibt ungerechte Gesetzgeber und Richter, die sich bewusst nicht nach Gott und seinen guten Geboten richten, sondern willkürlich handeln.
Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Deshalb darf man an irdischen „Stätten des Rechts“ keine vollkommene Gerechtigkeit erwarten - schon gar nicht nach Gottes Maßstäben. Der größte Justizirrtum aller Zeiten, die Verurteilung Jesu Christi, bestätigt diese Wahrheit auf dramatische Weise.
Ganz anders verhält es sich mit dem Gesetz und dem Gericht Gottes. Seine Gebote sind „heilig, gerecht und gut“ (Römer 7,12) - sie dienen dem Wohl des Menschen. Und wenn Gott richtet, geschieht dies in vollkommener Gerechtigkeit. Im zukünftigen Endgericht, von dem die Bibel spricht, wird jeder Mensch das gerechte Urteil Gottes anerkennen müssen.
Doch heute offenbart Gott seine Gerechtigkeit noch auf eine andere Weise: Er spricht denjenigen gerecht, der an den Herrn Jesus Christus glaubt; Er spricht ihn frei von aller Schuld (vgl. Römer 3,26). - Wie kann das sein? Ist das nicht ein Widerspruch? Nein! Denn Christus hat am Kreuz stellvertretend für alle Glaubenden die Schuld und die gerechte Strafe auf sich genommen.