
Liedergeschichten - Welch ein Freund ist unser Jesus
„Welch ein Freund ist unser Jesus“ ist ein bekanntes und berührendes Glaubenslied des irischen Christen Joseph Scriven (1819-1886). Darin weist der Autor auf die Bedeutung des Gebets hin - eine Erfahrung, die tief in seinem eigenen Leben verwurzelt ist. Denn solch tiefgehende Glaubenslieder entstehen nicht ohne eine persönliche Vorgeschichte:
Scrivens Leidensgeschichte beginnt am Tag vor seiner ersten Hochzeit: Seine Braut stirbt direkt vor seinen Augen bei einem tragischen Unfall. Von diesem Schicksalsschlag gezeichnet, wandert er nach Kanada aus. Einige Jahre später verlobt er sich dort mit einer Frau namens Eliza Roche. Doch auch dieses Glück hält nicht lange an. Wenige Wochen vor der geplanten Hochzeit stirbt Eliza an einer Lungenentzündung.
Erneut bleibt Scriven allein zurück. Von da an widmet er sich ganz dem Dienst an seinen Mitmenschen. Einige Zeit nach dem Tod seiner zweiten Verlobten schreibt er dieses Lied über das Gebet und sendet es seiner besorgten Mutter in Irland. Er konnte nun anderen mit demselben Trost begegnen, den er selbst bei Jesus Christus erfahren durfte.
Sein Lied ist bis heute ein lebendiges Zeugnis für den Trost, der jedes Leid überwindet, weil Gott selbst es ist, der tröstet.
Sind mit Sorgen wir beladen, sei es frühe oder spät,
hilft uns sicher unser Jesus, fliehn zu Ihm wir im Gebet.
Da erweist sich Jesu Treue, wie Er uns zur Seite steht
als ein mächtiger Erretter, der erhört ein ernst Gebet.