Fr Freitag
20.
Nov November
Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Als er aber dies gesagt hatte, verschied er.
Christus ist für unsere Sünden gestorben.
Lukas 23,46; 1. Korinther 15,3

Jesus Christus kennenlernen - Gestorben

Es ist grauenhaft, beängstigend und erschütternd, was die Bekannten Jesu miterleben müssen. Diese kleine Gruppe bildet den letzten harten Kern, der wirklich bis zum bitteren Ende in der Nähe von Jesus geblieben ist. Von den zwölf Jüngern ist nur der vermutlich jüngste dabei: Johannes. Ihr geliebter Meister, der sonst so souverän und siegreich allen Situationen begegnete, wurde von seinen Feinden verhaftet, angeklagt, beleidigt, angespuckt und brutal geschlagen. Schließlich wurden sie Zeugen seiner Hinrichtung am Kreuz.

Warum hatte Er sich dieses Mal nicht in Sicherheit gebracht, wie Er es zuvor in brenzligen Situa­tionen getan hatte (vgl. Lukas 4,28–30)? Vielleicht hallt in Johannes der düstere Satz nach, den Jesus bei seiner Verhaftung sprach: „Dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis“ (Lukas 22,53). Und dann wurde es buchstäblich finster, mitten am Tag. Die Sonne verbarg sich völlig - drei unheimliche Stunden lang! Am Ende schrie Jesus nach seinem Gott: „Warum hast du mich verlassen?“ Schließlich wurde es wieder hell, und Jesus starb.

Sie alle sind Zeugen: Jesus ist gestorben. Um dies zu bestätigen, folgt noch eine letzte „Miss­handlung“ durch einen Soldaten, der Ihm einen Speer in die Seite stößt. Aus der Wunde treten Blut und Wasser getrennt hervor - ein sicheres Zeichen für den ein­ge­tretenen Tod (vgl. Johannes 19,34).

Ein kleiner Trost für die trauernden Nachfolger Jesu: Zwei einflussreiche Männer aus der versteckten Anhängerschaft Jesu treten mutig hervor und sorgen für ein würdiges Begräbnis.

Erst später verstehen die stillen Zeugen: Jesus wusste, was kommen würde. Er starb freiwillig und aus Liebe, damit sündige Menschen gerettet werden und zu Gott kommen können.