
Die Titanic: Eine schmerzhafte Lektion
Dreißig Minuten nach der Kollision mit dem Eisberg fordert der Kapitän der leckgeschlagenen Titanic die Passagiere auf, an Deck zu gehen. Um 0:40 Uhr wird das erste Rettungsboot zu Wasser gelassen. Es ist nur zur Hälfte gefüllt, da die meisten Passagiere sich auf dem riesigen Schiff sicherer fühlen als in einem schwankenden Kahn. Doch das Drama wird immer offensichtlicher und langsam breitet sich Panik aus. Zur Beruhigung spielt die Bordkapelle verschiedene Melodien, zuletzt vermutlich das Lied „Näher, mein Gott, zu dir“.
Um 2:17 Uhr bricht das Schiff auseinander. Das Heck richtet sich noch kurz auf und drei Minuten später ist die unsinkbare Titanic verschwunden. Mehr als 1500 Menschen werden mit in den Tod gerissen. Ihr Schicksal berührt uns bis heute.
Das Drama der Titanic symbolisiert die Überheblichkeit des Menschen. Viele glauben, mit ihrem Verstand und ihren Fähigkeiten alles erreichen zu können. Sie fordern die Kräfte der Natur heraus, ohne zu bedenken, dass sie damit auch Gott herausfordern. Doch „Gott ist erhabener als ein Mensch“ (Hiob 33,12). Er ist der souveräne Schöpfer, der alles unter Kontrolle hat. Manchmal lässt Er tragische Ereignisse wie den Untergang der Titanic geschehen, damit wir uns bewusst werden, dass wir ganz auf Ihn und seine Hilfe angewiesen sind. Zudem sollen wir über unser eigenes Leben nachdenken. „Was, wenn ich dort umgekommen wäre?“
Niemand kann den Zeitpunkt seines Todes voraussehen. Wer ohne Vergebung seiner Sünden stirbt, hat Gottes gerechte Strafe zu erwarten. Das Heilsangebot Gottes muss zu Lebzeiten angenommen werden - heute ist es noch möglich!