
Gedanken zum Markus-Evangelium
Barabbas, ein Mörder - oder Jesus, der Gerechte und Wohltäter? Einen von diesen beiden Männern will der römische Statthalter Pilatus freilassen. Die aufgebrachte Volksmenge hat die Wahl - und entscheidet sich für Barabbas! Hinter dieser Entscheidung stecken die religiösen Führer des Volkes, die neidisch auf Jesus sind, weil sie durch Ihn an Ansehen und Einfluss verlieren.
Nun übernehmen die römischen Soldaten das „Kommando“. Sie meinen, mit Jesus machen zu dürfen, was sie wollen. Da sie keinerlei Beziehung zu Ihm haben, ist Schlimmstes zu befürchten. Denn vor Brutalität und Grausamkeit schrecken sie nicht zurück …
Haben die Soldaten gut zugehört: Jesus meint ein König zu sein? Dann wird Ihm gewiss der rote Purpurmantel gut anstehen. Auch eine Krone soll Er tragen - natürlich nicht aus Gold und Edelsteinen, sondern aus Dornen. Dornen stehen für den verfluchten Erdboden; sie sind eine Folge des Sündenfalls, als Adam und Eva von der verbotenen Frucht aßen. Was für ein Spott: Jesus Christus, der Sündlose, trägt eine Dornenkrone!
Wie tief die heiligen Empfindungen des Herrn Jesus durch die Schläge, den Speichel und den Hohn verletzt wurden, können wir nicht ermessen. Uns bleibt nur, Ihm zu huldigen, der von Herzen demütig und sanftmütig ist (vgl. Matthäus 11,29).
Es kommt der Augenblick, wo alle, die Jesus zu ihren Lebzeiten die Ehre verweigert haben, ihre Knie vor Ihm beugen werden „und jede Zunge bekennen wird, dass Jesus Christus Herr ist“ (Philipper 2,10.11).