Sa Samstag
17.
Okt Oktober
Dies dürft ihr essen von allem, was im Wasser ist: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, in den Meeren und in den Flüssen, das dürft ihr essen; aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen, von allem Gewimmel des Wassers und von jedem lebendigen Wesen, das im Wasser ist, sie sollen euch ein Gräuel sein.
3. Mose 11,9.10

Frösche

In 3. Mose 11 unterscheidet die Bibel die Tiere in rein und unrein. Die reinen durfte man essen, die unreinen hingegen weder verzehren noch - wenn sie tot waren - berühren. Berücksichtigt man heutige medizinische Erkenntnisse, drängt sich fast der Eindruck auf, dass es bei diesen Vorschriften auch um das Thema Gesundheit ging. Denn bei einigen Tieren, die als unrein bezeichnet wurden, wie dem Schwein oder der Maus, ist der Verzehr mit Gesundheitsrisiken verbunden.

Frösche galten ebenfalls als unrein, durften also nicht gegessen werden. Aus medizinischer Sicht ist ihr Verzehr jedoch unbedenklich; in einigen Ländern gelten sie sogar als Delikatesse. Als aber Bangladesch ab 1975 begann, Frösche in großer Anzahl zu fangen und für den Export nach Europa zu nutzen, um die Nachfrage nach Froschschenkeln zu bedienen, stieg einige Jahre später die Zahl der Malariaerkrankungen im Land drastisch an. Frösche sind nämlich natürliche Fressfeinde der Mücken­larven - sie vertilgen Hunderttausende davon. Durch den massiven Export fehlten die Frösche, die Mücken vermehrten sich explosionsartig und verbreiteten die Krankheit. Als Bangladesch den Zusammenhang erkannte, wurde der Export von Fröschen sofort gestoppt.

Auch in Israel gab es später versumpfte Gebiete, etwa rund um den Jordan und den Hule-See. Vielleicht bewahrte Gott sein Volk durch das Verbot bestimmter Tiere in weiser Voraussicht vor späteren Insektenplagen und Fieberkrankheiten.