
Jesus Christus kennenlernen - Geduld mit den Jüngern
Für Jesus und seine Jünger wird die Lage immer ernster, die Ablehnung spürbarer, die Bedrohung durch die religiösen Führer im Land greifbarer. Mit klarem Blick sieht der Sohn Gottes, was auf Ihn zukommt. Auch die Jünger spüren vage, dass sich etwas gegen ihren Meister zusammenbraut - doch häufig sind sie gedanklich auf völlig falschen Wegen. Besonders krass tritt das zu Tage, als der Herr sie darauf vorbereitet, dass Er bald verhaftet wird. Sie verstehen das nicht, wagen aber auch nicht, Ihn zu fragen. Stattdessen überlegen sie lieber, wer von ihnen der Größte ist (vgl. Lukas 9,44–46)!
Geduldig erklärt ihnen Jesus wiederholt, dass ihre Vorstellungen über Ihn teils falsch und in jedem Fall unvollständig sind. Zwar sehen sie in Ihm den Messias, der das Volk von der römischen Besatzungsmacht befreien wird, doch sie begreifen nicht, dass der Messias zunächst leiden muss, ehe Er „Frucht sehen“ und „die vielen zur Gerechtigkeit weisen“ wird (vgl. Jesaja 53). Sie klammern sich an die Hoffnung auf ein herrliches Friedensreich, in dem auch sie eine bedeutende Rolle spielen (vgl. Apostelgeschichte 1,6.7).
Die Jünger sind begriffsstutzig und kleingläubig. Und doch stellt Jesus ihnen kurz vor seinem Tod dieses schöne Zeugnis aus: „Ihr aber seid es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen Versuchungen“ (Lukas 22,28).
Jede noch so kleine Tat, die für Ihn getan wird, erkennt Er an. Das macht so viel Mut, Ihm nachzufolgen!