
Das Buch Ruth …
… ist kurz, leuchtet aber wie ein kostbarer Edelstein - ein literarisches Juwel.
Die in diesem Buch geschilderten Ereignisse fallen in die Zeit der Richter (Kap. 1,1). Die Hauptakteure sind:
- Noomi, eine jüdische Frau, die wegen einer Hungersnot mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen das Land verlässt und viele Jahre später als verbitterte Witwe zurückkehrt;
- Ruth, ihre ausländische, ebenfalls verwitwete Schwiegertochter, die sie begleitet und die auf diesem Weg den Gott Israels besser kennenlernt;
- Boas, ein reicher jüdischer Mann, der Ruth heiratet. Sie bekommt einen Sohn, der der Großvater von König David - und damit ein Vorfahre des verheißenen Messias ist.
Das Buch Ruth - eine Liebesgeschichte? Ja, aber noch viel mehr: eine Geschichte von Glauben und Gnade und Gottvertrauen. Ein Glaube, der sich - ohne Anspruch oder Herkunft - dem Gott Israels ausliefert, wie Ruth sagt: „Dein Gott ist mein Gott“. Eine Gnade, die eine arme, rechtlose Ausländerin in das Volk Israel aufnimmt und ihr einen Platz im königlichen Stammbaum des Messias gibt. Ein Gottvertrauen, das Noomi zunächst verliert, schließlich aber zurückgewinnt.
Auch heute noch stützt sich der Glaube auf die Verheißungen und Zusagen der Bibel; auch heute noch macht Gottes Gnade aus Fremden und Sündern Kinder Gottes; und auch heute kann verlorenes Gottvertrauen neu wachsen - denn für jeden gibt es einen Weg zurück zu Gott.