Sa Samstag
3.
Okt Oktober
Lobe den Herrn, meine Seele! Loben will ich den Herrn mein Leben lang ...
Psalm 146,1.2

Liedergeschichten: Großer Gott, wir loben dich

Als Angela Merkel im Jahr 2021 als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verabschiedet wird, wünscht sie sich für die feierliche Zeremonie des großen „Zapfenstreichs“ unter anderem das bekannte Lied: „Großer Gott, wir loben dich“. Dieser Choral von Ignaz Franz aus dem Jahr 1768 ist bis heute weltweit bekannt und wird bei verschiedensten Anlässen gesungen. Doch dieses Lied ist weit mehr als ein Abschiedslied - es ist ein Lobpreis der Größe Gottes und der Liebe, die Gott uns Menschen in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt hat. Der Choral lenkt unsere Gedanken auf Gottes Majestät und Allmacht. Es war seine Macht, die das Universum und die Erde geschaffen hat. In der Natur und ihren beeindruckenden Phänomenen erkennen wir die Handschrift Gottes. Wer ohne Vorbehalte die Natur betrachtet, kann nicht anders, als hinter ihr einen göttlichen Urheber zu sehen. Und wer schon einmal auf einem Berggipfel stand, das Wolkenmeer, die tiefen Täler und die scheinbar endlose Weite des Himmels bewundert hat, mag an die Worte dieses Liedes denken: „Großer Gott, wir loben dich“.

Doch es gibt noch einen größeren Grund, Gott zu loben. Die unermessliche Weite des Himmels und die Grenzenlosigkeit des Universums sind beeindruckend. Noch gewaltiger aber ist die Tatsache, dass Gott sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart hat. „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9). Jeder Wesenszug Gottes ist in Jesus sichtbar geworden. Was bleibt uns da anderes übrig, als zu singen: Großer Gott, wir loben dich!

Du, des Vaters ew‘ger Sohn, hast die Menschheit angenommen,
bist vom hohen Himmelsthron zu uns auf die Welt gekommen,
hast uns Gottes Gnad‘ gebracht, von der Sünd‘ uns frei gemacht.