
Letzte Worte
Ein Arzt und Autor berichtet, welche vier Sätze Sterbende am häufigsten äußern. Die Sätze lauten: „Ich möchte dir sagen, dass ich dich liebe“, „Ich möchte dir sagen, dass ich dir vergebe“, „Würdest du sagen, dass du mich liebst?“ und „Würdest du mir verzeihen?“
Der Verfasser betont, dass viele Menschen zu lange warten, um ihre Wertschätzung für andere auszudrücken oder zwischenmenschliche Konflikte zu lösen. Oft sind unterdrückte Wut, Schuldgefühle oder Unsicherheit der Grund dafür. Diese Gewissensbisse können in der Sterbestunde sehr belastend sein. Er appelliert insbesondere an die jüngere Generation, diese wichtigen Erkenntnisse ernst zu nehmen.
Diese Beobachtungen decken sich übrigens mit den Aussagen der Bibel. Wir alle sehnen uns nach Liebe und Vergebung. Beides finden wir in Jesus Christus, und wir brauchen beides - nicht nur für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern vor allem im Blick auf unsere Beziehung zu Gott. Wir sollten nicht bis zur Sterbestunde warten, um unsere Beziehungen zu klären. Gottes Vergebung kann jeder heute erfahren: „Jeder, der an Jesus Christus glaubt, empfängt Vergebung der Sünden durch seinen Namen“ (Apostelgeschichte 10,43).
Wer auf diese Weise Frieden mit Gott hat, ist auch in der Lage, andere um Verzeihung zu bitten und dadurch sein Gewissen zu entlasten.
Andererseits wird er aber auch selbst zum Vergeben bereit sein - so wie Stephanus, der erste christliche Märtyrer. Während seine Feinde ihn mit großen Steinen bewarfen, betete er für sie und starb dann in tiefem Frieden.