Fr Freitag
18.
Sep September
Vor dem Fest des Passah aber, als Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte - da er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.
Johannes 13,1

Jesus Christus kennenlernen - Jesus liebt unablässig

Es ist das gemeinsame Abendessen zum Passah - das Juden bis heute feiern. Normalerweise findet es im Kreis der Familie statt. Doch in diesem Jahr lässt Jesus es eigens für sich und seine Jünger vorbereiten. Sie versammeln sich in einem „Obersaal“, einem festlich hergerichteten Raum im oberen Stockwerk eines Hauses.

Von den Straßen der überfüllten Stadt sind sie hereingekommen. Eine Fußwaschung für die staubigen, müden Füße wäre nun eine echte Wohltat - eine Reinigung und Erfrischung. Doch es sind keine Diener da.

Da steht Jesus selbst auf. Er legt sein Obergewand ab, das Er draußen stets trägt. Dann bindet Er sich ein leinenes Tuch um, gießt Wasser in eine Schüssel und beginnt, den Jüngern sorgfältig die Füße zu waschen - und sie anschließend mit dem Tuch abzutrocknen.

Petrus, der Impulsive, widerspricht entsetzt. Jesus ist doch sein Herr! „Niemals sollst du mir die Füße waschen!“ Doch Jesus erklärt ihm geduldig, warum es notwendig und gut für ihn ist. Die Füße werden schmutzig und müde vom Weg durch den Alltag - das gilt auch in übertragenem Sinn. Die Jünger damals und die Gläubigen heute brauchen Reinigung und Ermutigung.

Und so dient Jesus seinen Jüngern in Liebe - in dem Moment, als sein schreckliches Leiden und Sterben unmittelbar bevorsteht. Er denkt niemals an sich selbst. Sein ganzes Wesen ist Liebe.

„Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir fortdauern lassen meine Güte“ (Jeremia 31,3).

„Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibt in meiner Liebe“ (Johannes 15,9).