Sa Samstag
5.
Sep September
Ich liebe den HERRN, denn er hörte meine Stimme, mein Flehen.
Psalm 116,1

Gebet in der Küche

Am 14. Mai 1992, 30 Jahre nach seiner Bekehrung zu Jesus Christus, wird der bekannte Evangelist Stephen Lungu eingeladen, in einer Kapelle seines Geburtslandes Simbabwe zu predigen.

Er beginnt, von seiner unglücklichen Jugend auf der Straße zu sprechen. Früh geriet er in Drogenmissbrauch und Bandenkriminalität, und Gewalt gehörte zu seinem Alltag in einer Gang. Bis zu jenem Tag vor 30 Jahren. An diesem Tag, dem 14. Mai 1962, fand eine Zeltevangelisation statt. Stephen Lungu und seine Gang hatten sich unter die Zuhörer gemischt, um mit ihren Molotow-Cocktails zu zerstören und zu töten. „Aber an diesem Abend trat Gott in mein Leben“, berichtet Stephen. Da wurde er auf zwei Frauen unter den Gottesdienstbesuchern aufmerksam, die aufgeregt miteinander tuschelten und ihm immer wieder Zeichen gaben. Eine von ihnen stand sogar auf und rief laut dazwischen. Er versuchte, sie zu ignorieren, aber sie bestand da­rauf: „Kommen Sie, wir müssen Sie dringend sprechen!“

Etwas genervt begibt sich Stephen schließlich zu den beiden alten Damen. Sie nehmen ihn bei der Hand und sagen: „Gott hat unser Gebet erhört …“ Sie lachen und weinen durcheinander. „Sehen Sie doch, was hier in meiner Bibel steht“, zeigt ihm die eine der beiden. Stephen liest: „Herr, wir bitten dich, dass sich heute Abend im Zelt in Harare der Chef einer Verbrecherbande zu dir bekehrt.“ Das Gebet ist mit dem Datum vom 14. Mai 1962 versehen. Kein Zweifel, Stephen ist ihre Gebetserhörung!

Diese beiden Christinnen hatten die Gewohnheit, beim Arbeiten in ihrer Küche zu beten und ihre Bitte mit Datum in ihre Bibel zu schreiben. Und als Antwort darauf wird Stephen tatsächlich an diesem Abend in seinem Herzen tief berührt und in seinem Gewissen getroffen. Der Chef der Bande wird ein Jünger Jesu Christi!

Was für eine Ermutigung, voll Vertrauen zu Gott zu beten: „Betet ohne Unterlass“ (1. Thessalonicher 5,17)!