
Colbert
Jean-Baptiste Colbert (1619-1683) war ein bedeutender und erfolgreicher französischer Staatsmann, der maßgeblich zum Aufstieg Frankreichs unter Ludwig XIV. beitrug. Dennoch wurde er im Laufe der Zeit Opfer von Rivalitäten und Neid, und verlor gegen Ende seiner Amtszeit erheblich an Einfluss beim König.
Als er dem Tod nahe war, teilte man ihm mit, dass der König dennoch weitere seiner Neuerungen umgesetzt habe. Mit Bitterkeit soll er daraufhin in Bezug auf den König geantwortet haben: „Wenn ich für Gott so viel getan hätte wie für ihn, wäre ich zehnfach gerettet!“
Wie viele andere glaubte auch Colbert, dass gute Taten in direktem Zusammenhang mit der Gewissheit der Errettung stünden. Auch Jesus wurde einmal gefragt: „Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken?“ Seine Antwort lautete: „Dies ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“ (Johannes 6,28.29).
Das Einzige, was Gott vom Menschen erwartet, ist, sich als Sünder zu erkennen, seine Schuld einzugestehen und an Jesus zu glauben - an das vollkommene Werk, das Er am Kreuz vollbracht hat.
Colberts Worte spiegeln auch sein Bedauern wider: Er hatte sein Leben einem Menschen gewidmet, anstatt sich mit dem zu beschäftigen, was Gott betrifft und ewig Bestand hat.
Warten wir nicht bis zum Ende unseres Lebens, um im Glauben auf das Kreuz Jesu zu blicken und mit Gott versöhnt zu werden. Setzen wir die richtigen Prioritäten von Anfang an!