
Geborgen in Gott
Die ersten Feriengäste kamen um das Jahr 1830 nach Borkum. Bereits 1846 zählte man rund 300 Gäste pro Jahr - eine beachtliche Zahl angesichts der schwierigen Verkehrsanbindung: Nur alle 14 Tage legte ein Segelfährschiff Richtung Emden ab.
Um 1850 wurden erstmals Raddampfer im Inselverkehr eingesetzt. Aufgrund ihres Tiefgangs mussten sie bei Windstille am Südstrand ankern. Dort stiegen die Gäste zuerst in kleine Boote und später in Pferdefuhrwerke um. Dabei landete so mancher unfreiwillig im Wasser. Eine Zeitung beschrieb 1883 die Anreise nach Borkum als „gefahrvoll und schrecklich“. Vielleicht etwas übertrieben, doch bequem war sie sicher nicht. Erst 1888 wurde die heutige Landungsbrücke fertiggestellt und die Gäste konnten direkt von der Fähre in die Kleinbahn umsteigen.
Der Dichter des heutigen Psalmwortes weiß sich auf seinem Lebensweg von Engeln - und damit von Gott selbst - bewahrt. Das schließt nicht alle Gefahren aus, denn ein Leben mit Gott ist kein Freifahrtschein gegen jedes Risiko. Aber Gott ist auf allen Wegen bei ihm! Und das verändert alles.
Woher nimmt der Psalmendichter seine Zuversicht? Weil Gott seine Zuflucht ist - ein Ort tiefer Geborgenheit! Gott ist für ihn kein Notstopfen, sondern eine lebendige Person, die er immer wieder erlebt hat. Gott ist sein Zuhause, sein sicherer Halt.
Eine solch vertraute Beziehung zu Gott wünsche ich jedem Leser und jeder Leserin von Herzen!
„Sei mir ein Fels der Zuflucht,
ein befestigtes Haus,
um mich zu retten!“
(Psalm 31,3).