Fr Freitag
7.
Aug August
Jesus spricht: Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt; für welches Werk unter diesen steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.
Johannes 10,30–33

Jesus Christus kennenlernen - Geduld mit Gegnern

Jesus führte immer wieder lange Gespräche mit den religiösen Juden. Besonders der Apostel Johannes hat viele dieser Diskurse notiert, die meist aus Angriffen der religiösen Führer auf den Sohn Gottes entstanden. Mit großer Geduld erklärte Jesus seine Mission, seine Botschaft, und sprach nicht zuletzt auch über sich selbst.

Etliche seiner Zuhörer lassen sich überzeugen, doch die religiösen Führer sind in den Überlieferungen ihres Volkes und ihren eigenen Vorstellungen über den Messias gefangen. Und sie sind nicht bereit, ihre Sichtweise zu überdenken. Dass der Zimmermann aus Nazareth der Sohn Gottes sein soll, wollen sie nicht begreifen. Im Gegenteil - es versetzt sie in bitteren Zorn, dass Jesus diesen Anspruch erhebt.

Immer wieder verweist Jesus auf die Schriften des Alten Testaments, mit denen sie vertraut sind. Es ist bewegend zu sehen, wie geduldig Jesus um seine Zuhörer wirbt. Er ist doch gekommen, um alle Menschen zu retten - und es ist Ihm nicht gleichgültig, wenn sie Ihn ablehnen und ins Verderben laufen.

Doch mit der Zeit verschließen sich seine Zuhörer immer mehr. Aus Ablehnung wird blinder Hass. Schließlich kommt der Zeitpunkt, wo Jesus sich von den jüdischen Führern abwendet und nicht mehr mit ihnen spricht, weil ihr Herz völlig verhärtet ist.

So ist es bis heute: Wer sich dauerhaft dem Werben Gottes verschließt, den überlässt Er irgend­wann seinem eigenen Schicksal.