Mi Mittwoch
5.
Aug August
Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.
Hebräer 9,27

Wir wollen Sicherheit

Viele Menschen haben ein ausgesprochenes Sicherheitsbedürfnis. Besonders die Deutschen sind richtig gut darin, sich abzusichern, auch gegen kuriose Vorfälle. So zahlt zum Beispiel eine Versicherung, wenn man länger als 30 Minuten im Fahrstuhl stecken geblieben ist, eine andere, wenn man als Mann im Kreißsaal kollabiert, und wieder eine andere, wenn man im Standesamt ein unerwartetes „Nein“ zu hören bekommt. Für reisende Vieltelefonierer gibt es sogar eine Versicherung gegen Funklöcher, die allerdings erst dann zahlt, wenn man mindestens 48 Stunden am Stück nicht erreichbar war. Daneben existieren natürlich auch sinnvollere Versicherungen wie eine Haftpflichtversicherung. Aber wer macht sich schon Gedanken, wie man vor einem göttlichen Gericht geschützt wird?

Manche betrachten die Kirchensteuer wie eine Art Versicherungsprämie. Wenn die Sache mit Gott und seinem Gericht doch wahr sein sollte, könnte das vielleicht helfen. Oder bringen gute Werke weiter? Oder eine gelungene Konfirmation? Fromme Lieder bei der Beerdigung?

Bedenken wir: Gottes Gericht ist keine Eventualität, sondern absolute Gewissheit: „Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Sich davor zu schützen, ist jedoch ganz einfach. Man darf zu Gott, dem Richter, fliehen und Ihn im Namen des Herrn Jesus um Gnade anrufen. Wer das ehrlich und aufrichtig tut, der wird nicht gerichtet werden. „Wer an den Sohn glaubt, wird nicht gerichtet“ (Johannes 3,18).