
Der Weg zu Gott
Der Apostel Paulus ist in Cäsarea inhaftiert, dem Stützpunkt des römischen Statthalters Festus (vgl. Apostelgeschichte 25,13–26,29). Festus ist erst kürzlich Statthalter geworden und erhält nun einen Antrittsbesuch von König Agrippa II. Dabei bekommt Paulus die Gelegenheit, sich vor dem König zu verantworten. Festus, der nicht recht weiß, was er von diesem seltsamen Gefangenen halten soll, erhofft sich dadurch einigen Aufschluss.
Paulus nutzt diesen Auftritt, um die gute Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Das, was er vor den vornehmen Zuhörern verkündigt, ist auch heute noch absolut aktuell. Denn Paulus nennt darin eine Reihe von Punkten, die für jeden Menschen zu jeder Zeit entscheidend sind, damit er errettet wird: Zuerst will Gott dem Menschen „die Augen auftun“ darüber, dass er ein Sünder ist. Ohne Gottes Eingreifen sieht sich niemand als Sünder an, selbst dann nicht, wenn er sich sogar vor Menschen etwas hat zuschulden kommen lassen.
Danach folgt der zweite Schritt: Der Mensch muss „sich bekehren“, das heißt, er muss Gottes Urteil über sich anerkennen und eine klare Kehrtwendung vollziehen: von der moralischen Finsternis und von den Verstrickungen des Teufels hin zu Gott und zu seinem Licht. Wer das tut, empfängt die „Vergebung der Sünden“, wenn er an den Herrn Jesus Christus glaubt. Und das Herrlichste: Als Kind Gottes besitzt er dann auch ein „Erbe“ - er hat Anteil an dem reichen Segen, den Gott im Himmel für die Glaubenden vorbereitet hat.