
Leben nach dem Tod?
Am 6. Juni 1944 landeten die Soldaten der alliierten Armeen an der französischen Küste und wendeten damit den Verlauf des Zweiten Weltkriegs - unter großen Opfern! Oberhalb des Strandabschnitts Omaha Beach befindet sich der beeindruckende amerikanische Friedhof, wo in feierlicher Stille 9000 GIs ruhen, amerikanische Soldaten, von denen viele noch nicht einmal 20 Jahre alt waren.
Auch die Poilus, die einfachen französischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg bei Verdun fielen, werden in Frankreich geehrt. Ihre Namen sind in ein Denkmal eingraviert. So gedenken die Franzosen derer, die ihr Blut vergossen und ihr Leben gegeben haben, um Frankreich zu befreien.
Jedes Mal, wenn ich an einem Kriegerdenkmal stehe, beschäftigt mich die Frage: Wie viele der Soldaten, die ihr Leben verloren haben, mögen ihr Herz an Jesus Christus übergeben haben und damit das ewige Leben besitzen? Wie viele genießen heute ewiges Glück und Frieden bei ihrem Erretter, nachdem sie in grausamen Kriegen gelitten haben?
Unser aller Leben kann von einem Moment zum anderen sein Ende finden; dafür muss man nicht alt geworden sein. Wer hat beim Tod eines lieben Menschen nicht schon empfunden, wie zerbrechlich das menschliche Dasein ist? Und wohin gehen wir? Das Gedenken an die Toten ist auch jedes Mal ein Appell, uns an den Gott des Lebens zu wenden.
Als Jesus Christus auf dem Weg zum Grab seines Freundes Lazarus war, sagte Er zu dessen Schwester Martha: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?“ (Johannes 11,25.26).