
Gott gab
Vor rund 500 Jahren, als der Buchdruck mit auswechselbaren Lettern erst vor kurzer Zeit erfunden worden war, lebte ein Mann, der seinen Lebensunterhalt als selbstständiger Buchdrucker verdiente. Unter anderem druckte er für seine Kunden Verse aus der Bibel.
Eines Tages war seine kleine Tochter bei ihm in der Werkstatt. Sie bemerkte ein zerrissenes Stück Papier auf dem Boden und hob es auf. Es enthielt genau die Worte aus Johannes 3,16, die oben zitiert sind. Der Rest des Verses war abgerissen. Das Mädchen las die Worte immer wieder und wurde sehr froh. Zwar wusste sie nicht, was es war, das Gott gegeben hatte, denn die frohe Botschaft von Jesus Christus hatte sie noch nicht gehört. Aber allein die Tatsache, dass Gott in seiner Liebe etwas gegeben hatte, machte sie froh. Sie fing an zu singen, während sie im Haus herumlief, und ihr Verhalten veränderte sich.
Ihr Vater, dem diese Veränderung natürlich nicht entgangen war, fragte sie eines Tages: „Du bist seit einiger Zeit so fröhlich. Wie kommt das? Was ist passiert?“ Das Mädchen druckste zuerst ein wenig herum, weil sie nicht wusste, wie ihr Vater über das Stück Papier dachte, das sie sich eingesteckt hatte. Doch dann erzählte sie von ihrem Fund: was auf dem Papier gestanden hatte und dass es sie so glücklich gemacht hatte, dass Gott gerne gibt.
Der Vater zeigte ihr nun den vollständigen Bibelvers. Wie staunte die Kleine, dass Gott seinen einzigartigen Sohn gab, „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“. Von Herzen glaubte sie an diese gute Botschaft und war nun noch glücklicher als vorher.