Sa Samstag
4.
Jul Juli
Der König sprach zu mir: Um was bittest du denn? Da betete ich zu dem Gott des Himmels.
Nehemia 2,4

Risiko „Leben“

Bergmann zu sein war schon immer gefährlich. Früher erreichten die Bergleute oft nicht einmal das 40. Lebensjahr. Da gab es gefährliche Unfälle durch Überflutungen oder herabstürzendes Gestein. Immer wieder wurden Bergleute verschüttet. Die Staublungenkrankheit forderte Opfer, und auch die extremen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit machten den Männern zu schaffen.

Viele Bergleute wussten, dass ihr Leben und ihre Gesundheit nicht von ihnen selbst abhingen. In dem alten Bergwerk, das ich kürzlich besichtigte, hatten sie unter Tage eine Kapelle eingerichtet. Vor der Arbeit gingen sie dorthin, um zu beten. Sie wussten, warum. Der junge Führer aber, der uns das alles erklärte, konnte nicht mehr viel damit anfangen, und auch das Publikum fasste es nur als interessante Besonderheit aus fernen Zeiten auf. Ein bisschen rückständig und naiv eben. Oder?

Eine andere Arbeitsszenerie: Der aus Juda stammende Minister Nehemia steht vor dem mächtigen Perserkönig Artaxerxes. Es geht um wichtige Fragen. Ein einziges falsches Wort kann unabsehbaren Schaden anrichten. Was tut Nehemia, dieser hohe Beamte? Er betet! Er denkt an den großen Gott, der unendlich weit über dem mächtigen Herrscher steht, und bittet Ihn um Hilfe bei diesem Gespräch. Und Gott erhört sein Stoßgebet.

Wie gut, dass auch wir in unserem Arbeits­leben beten dürfen: am Ausbildungsplatz, an der Maschine, am Lenkrad, im Büro, im Pflegeheim, überall! Wir brauchen Schutz vor Gefahren, Hilfe bei schwierigen Arbeiten und Weisheit bei Entscheidungen. Der große Gott hört unsere Gebete. Christen, die diese Erfahrung kennen, haben einen riesigen Vorteil im Leben.