
Christen in aller Welt - Chi aus Nordkorea (2)
Chi ist der Einzige von seiner Familie, der die schwere Hungersnot in seiner Heimat überlebt hat. Er flieht über den Fluss Tumen von Nordkorea nach China. Dort lernt er einen Missionar kennen, der ihn einlädt, eine Bibelschule zu besuchen. Zwar interessiert sich Chi nicht für die Bibel, doch die Schule scheint ein sicherer Ort zu sein, und der Missionar verspricht ihm Unterkunft und Verpflegung.
Das Bibelstudium fällt Chi anfangs schwer, doch je mehr er liest und betet, desto klarer wird ihm die gute Botschaft von Jesus Christus. Er findet Vergebung für seine Schuld - und tiefen inneren Frieden. „Nun habe ich auch Nordkorea nicht mehr gehasst“, erzählt Chi. „Im Gegenteil, der Gedanke, dass meine Landsleute ohne Jesus dem ewigen Tod entgegengehen, bedrückte und quälte mich. Sie mussten die gute Botschaft hören - selbst wenn es mich das Leben kostete!“
Gemeinsam mit anderen Bibelschülern sucht Chi nach Nordkoreanern, die über die Grenze nach China kommen. Sie kümmern sich um sie und machen sie mit dem Evangelium vertraut. Das ist höchstgefährlich. Eines Tages werden sie von chinesischen Grenztruppen gefasst, verhaftet und nach Nordkorea zurückgeschickt. Chi landet in einem Arbeitslager, wird gefoltert und misshandelt. Überraschend kommt er nach einem halben Jahr frei, während andere Christen aus seinem Umfeld getötet werden.
Erneut gelingt Chi die Flucht - diesmal über China nach Südkorea. Seitdem setzt er sich unermüdlich dafür ein, die Christen im Untergrund in Nordkorea zu unterstützen.