
Mount Pelée - ein vermeidbarer Verlust (2)
- 5. Mai 1902: Der Vulkan bebt und warnt, aber niemand reagiert. Eine Untersuchungskommission beschwichtigt.
- 6. Mai: Etwa 2.000 Menschen verlassen die Stadt. Viele jedoch können sich eine Schiffspassage nicht leisten, und der Landweg aus der Stadt ist nur ein Trampelpfad. Gleichzeitig strömen Menschen aus dem Umland in die Stadt, die auf 30.000 Bewohner anwächst.
- 7. Mai: Detonationen erschüttern St. Pierre.
- 8. Mai, Christi Himmelfahrt: Viele Menschen sind in der Kathedrale, als um 08.02 Uhr der Vulkan ausbricht.
Ein pyroklastischer Strom - eine Glutwolke aus weit über 700 °C heißen Gasen, glühenden Magmatropfen und Felsbrocken - setzt die Wälder und Zuckerrohrfelder in Brand. Mit rund 500 km/h rast die tödliche Lawine über die Stadt.
Im Hafen geraten Schiffe in Brand oder kentern, und viele Matrosen ersticken oder verbrennen. Nur ein Schiff - schwer beschädigt, fast die ganze Besatzung tot oder dem Sterben nah, der Kapitän fast erblindet - schafft es zur Nachbarinsel St. Lucia. Auf die Frage, woher sie kommen, antwortet der Kapitän: „Von den Pforten der Hölle!“
Der Ausbruch vernichtet sämtliche Häuser, Felder und Plantagen in der Umgebung, und zerstört die wirtschaftliche Grundlage der Insel. Mehr als 30.000 Menschen verlieren ihr Leben. Es ist der verlustreichste Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts - und ein tragischer, vermeidbarer Verlust unzähliger Menschenleben!
Gott will und kann retten: „Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten“ (Jesaja 59,1). Doch wer lässt sich heute noch warnen und retten? Wer Gottes Warnungen ignoriert, dessen Leben endet ebenfalls in einer Katastrophe, einem Verlust, der hätte vermieden werden können.