Mo Montag
18.
Mai Mai
Ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, dass er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren.
2. Timotheus 1,12

Gut verwahrt

In einer Aprilnacht des Jahres 1945 vergrub ein Graf im Wald seines Familienguts ein 120-teiliges silbernes Tafelgeschirr und wertvolles Meißner Porzellan. Nur wenige Tage später musste er mit seiner Mutter vor der heranrückenden Roten Armee nach Westen fliehen.

Ein halbes Jahrhundert später konnte der Graf dank einer Lage­skizze, die er damals angefertigt hatte, den Schatz einigermaßen unbeschädigt wiederfinden. Auf einer Versteigerung erzielte er dafür einen hohen Erlös.

Was für ein Glücksfall für die Eigentümerfamilie! Viele andere haben ihre Besitztümer und Schätze jedoch für immer verloren. Irdische Reichtümer sind ja ziemlich unsicher.

In unserem Tagesvers schreibt der Apostel Paulus von einem „Gut“ ganz anderer Art, das er seinem Gott übergeben hatte, damit Er es für Paulus absolut sicher aufbewahrte. Und Paulus ist auch ganz sicher, dass er es an „jenem Tag“ bei Gott wiederfinden wird und sich daran erfreuen kann.

Und was konnte Paulus Gott anvertrauen? Sein Leben, sein ganzes Lebenswerk! Diese Worte schrieb Paulus kurz vor seinem Märtyrertod nieder, weshalb sie umso bedeutungsvoller sind. - „Ich weiß … und bin überzeugt“, sagt Paulus. Wie wertvoll ist eine solche Gewissheit! Wer sich und sein Leben Gott anvertraut, wird es in der Ewigkeit wiederfinden.