So Sonntag
17.
Mai Mai
Und an dem ersten Tag der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachtete, sagen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und bereiten, damit du das Passah essen kannst? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt; folgt ihm ...
Markus 14,12.13

Gedanken zum Markus-Evangelium

Schaut man in den Festkalender Israels, stößt man im ersten Monat Abib direkt auf zwei Feste, die unmittelbar zusammengehören: Am 14. Tag sollte das Passahfest gefeiert werden, gefolgt vom siebentägigen Fest der ungesäuerten Brote ab dem nächsten Tag.

Diese beiden Feste sowie zwei weitere Feste waren für jeden Israeliten verpflichtend - und durften nicht an einem beliebigen Ort im Land gefeiert werden. Gott hatte angeordnet, dass sie an dem Ort gefeiert werden sollten, wo Er „seinen Namen wohnen lassen wollte“ - in Jerusalem, wo jetzt der Tempel stand (vgl. 5. Mose 16,2).

Bei der Vorbereitung des Passahfests wollen sich die Jünger ganz nach den Anweisungen ihres Herrn richten - ein vorbildliches Verhalten. Als Christen feiern wir zwar nicht das Passahfest, aber in Bezug auf das Abendmahl gilt dasselbe Prinzip: Wir feiern es nicht nach eigenen Vorstellungen, sondern so, wie der Herr es eingesetzt und der Apostel Paulus später bestätigt hat (vgl. 1. Korinther 11,23-26).

Der Herr sendet zwei Jünger aus und beschreibt ihnen genau, was sie erwarten wird. Hier zeigt Er sich als der Prophet Gottes, der alles im Voraus weiß. In der Stadt würde ihnen ein Mensch mit einem Wasserkrug begegnen, der ihnen den Weg zum Ziel weisen würde.

Der Mensch mit dem Wasserkrug kann als Symbol für den Heiligen Geist verstanden werden. Heute offenbart Er den Gläubigen durch das Wort Gottes den Willen des Herrn - was für ein großartiges Vorrecht!