
Gedanken zum Markus-Evangelium
Schaut man in den Festkalender Israels, stößt man im ersten Monat Abib direkt auf zwei Feste, die unmittelbar zusammengehören: Am 14. Tag sollte das Passahfest gefeiert werden, gefolgt vom siebentägigen Fest der ungesäuerten Brote ab dem nächsten Tag.
Diese beiden Feste sowie zwei weitere Feste waren für jeden Israeliten verpflichtend - und durften nicht an einem beliebigen Ort im Land gefeiert werden. Gott hatte angeordnet, dass sie an dem Ort gefeiert werden sollten, wo Er „seinen Namen wohnen lassen wollte“ - in Jerusalem, wo jetzt der Tempel stand (vgl. 5. Mose 16,2).
Bei der Vorbereitung des Passahfests wollen sich die Jünger ganz nach den Anweisungen ihres Herrn richten - ein vorbildliches Verhalten. Als Christen feiern wir zwar nicht das Passahfest, aber in Bezug auf das Abendmahl gilt dasselbe Prinzip: Wir feiern es nicht nach eigenen Vorstellungen, sondern so, wie der Herr es eingesetzt und der Apostel Paulus später bestätigt hat (vgl. 1. Korinther 11,23-26).
Der Herr sendet zwei Jünger aus und beschreibt ihnen genau, was sie erwarten wird. Hier zeigt Er sich als der Prophet Gottes, der alles im Voraus weiß. In der Stadt würde ihnen ein Mensch mit einem Wasserkrug begegnen, der ihnen den Weg zum Ziel weisen würde.
Der Mensch mit dem Wasserkrug kann als Symbol für den Heiligen Geist verstanden werden. Heute offenbart Er den Gläubigen durch das Wort Gottes den Willen des Herrn - was für ein großartiges Vorrecht!