Sa Samstag
16.
Mai Mai
Als Jesus sich aber dem Tor der Stadt näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt ging mit ihr. Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr: Weine nicht!
Lukas 7,12.13

Am Rand der Gesellschaft

Ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft - überall gibt es Menschen, die einsam sind und am Rand der Gesellschaft stehen. Manche sind schüchtern, andere ziehen sich aus Angst oder aufgrund von negativen Erfahrungen zurück. Wieder andere werden einfach übersehen, weil sie krank oder älter geworden sind oder nicht dem „richtigen“ sozialen Status entsprechen.

Unser Tagesvers berichtet von einer Witwe, die ihren einzigen Sohn zu Grabe trägt. Wie groß muss ihr Schmerz sein, denn nun ist sie ganz allein. Immerhin sind viele zur Beerdigung gekommen, doch inwieweit sie wirklich mitfühlen, bleibt offen. Aber da ist einer, der „innerlich bewegt“ ist - Jesus Christus. Keiner kann so mitempfinden wie Er. Die Not und Trauer der Witwe lassen Ihn keineswegs unberührt.

Voll Mitgefühl tritt Er zu ihr und spricht: „Weine nicht!“ Wäre es nicht angemessener gewesen, mit ihr zu weinen? Doch der Sohn Gottes weiß, was Er sagt, denn Er hat Macht über Leben und Tod. Und tatsächlich: Als die Träger stehen bleiben, spricht Er den Toten an: „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Und sofort wird der Junge wieder lebendig!

„Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8). Er sieht jeden Menschen - ob am Rand der Gesellschaft oder mittendrin - und Er begegnet ihm mit Liebe und Barmherzigkeit. Durch die Bibel spricht Er uns Trost und Mut zu. Unsere Situation bewegt sein Herz, und wenn wir Ihn darum bitten, wird Er uns helfen.