So Sonntag
26.
Apr April
Als Jesus in Bethanien war, im Haus Simons, des Aussätzigen, kam, während er zu Tisch lag, eine Frau, die ein Alabasterfläsch­chen mit Salböl von echter, sehr kostbarer Narde hatte. Sie zerbrach das Alabasterfläschchen und goss es aus auf sein Haupt. Einige aber waren unwillig bei sich selbst und sprachen: Wozu ist diese Vergeudung des Salböls geschehen? Denn dieses Salböl hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Und sie fuhren sie an.
Markus 14,3–5

Gedanken zum Markus-Evangelium

Die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchen nach einer Gelegenheit, Jesus zu töten. Ihr Hass auf Ihn ist grenzenlos. Doch es gibt auch Menschen, die Ihn von Herzen lieben - so wie in Bethanien, wo Jesus sich oft und gern aufhielt. Der Gastgeber Simon hat Jesus mit seinen Jüngern in sein Haus eingeladen. Offenbar hatte er vorher eine besondere Begegnung mit Ihm und war von Ihm geheilt worden, denn als Aussätziger hätte er sonst niemanden empfangen können. Seine Einladung zeigt seine tiefe Dankbarkeit gegenüber seinem Heiland.

Doch nicht der Gastgeber steht hier im Mittelpunkt, sondern Jesus, der Sohn Gottes - und eine Frau, die im Bericht von Markus ungenannt bleibt. Aus dem Evangelium des Johannes wissen wir, dass es Maria ist, die Schwester von Martha und Lazarus. Und was tut sie? Sie gießt kostbares Nardenöl auf das Haupt Jesu - ein Parfüm im Wert von 300 Denaren, dem Jahreslohn eines Arbeiters!

Diese Tat offenbart Marias Herz: Für sie ist Jesus der Allergrößte. Nichts ist ihr zu wertvoll, um Ihm die höchste Ehre zu erweisen. Sie nutzt die Gelegenheit, die sich ihr jetzt bietet, denn sie scheint zu ahnen, dass der Herr bald sterben wird.

Doch ihr Handeln stößt auf Kritik. Ist das nicht typisch? Soziales Engagement wird gefeiert, doch Gottesdienste, in denen die Gläubigen mit Liedern und Gebeten zum Gedächtnis des Herrn zusammenkommen, sind selten geworden.