
Albtraumstadt
Einladend sahen sie aus, die blau-gelben Autoscooter, die auf ihren ersten Einsatz warteten. Doch sie wurden nie - und werden auch niemals - gefahren.
Für den 1. Mai 1986 war ein Volksfest geplant. Anlass war die Eröffnung eines Freizeitparks in Prypjat, einer sowjetischen Mustersiedlung in der Ukraine. Die Autoscooter sollten für Unterhaltung sorgen. Doch am frühen Morgen des 26. April explodiert Reaktor 4 des Atomkraftwerks in Tschernobyl - und 36 Stunden später wird Prypjat, das in der Nähe liegt, evakuiert. Von da an steht hier die Zeit still. Die Autoscooter fahren nie; sie verfallen, rosten, fallen auseinander.
Als Gott das erste Menschenpaar schuf, segnete Er es. Er „sah alles, was Er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1,31). Doch schon bald verführte der Teufel die Menschen. Sie taten, was Gott ihnen verboten hatte - sie sündigten. Von da an war nichts mehr so, wie es von Anfang an war, denn der Tod zog ein: Das Leben wurde mühsam, Schwangerschaften schmerzhaft, Krankheit und Leid allgegenwärtig. Alles geriet in den Sog von Verfall und Tod.
Doch im Gegensatz zu Tschernobyl blieb die Lage nicht hoffnungslos. Gott selbst kam in seinem Sohn zu uns und schuf durch Ihn einen Weg aus dem Dilemma. Als Jesus Christus, der Erretter, erschien, „machte Er den Tod zunichte und brachte Leben und Unverweslichkeit ans Licht“ (2. Timotheus 1,10).
Jeder Einzelne kann nun dem Albtraum von Verfall, Tod und Gericht entrinnen und Vergebung, Freiheit und Gottes Liebe erfahren.