
Gedanken zum Markus-Evangelium
Mit dem 14. Kapitel beginnt der letzte Teil des Evangeliums, in dem Markus die Ereignisse rund um die Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu beschreibt.
Die religiösen Führer Israels stehen im Begriff, Jesus, den treuen Knecht Gottes, zu töten. Obwohl sie Ihm nichts, wirklich gar nichts Böses nachweisen können, hassen sie Ihn und wollen Ihn um jeden Preis beseitigen.
In zwei Tagen findet ein großes Fest der Juden statt: das Passah. Jerusalem ist voller Menschen, die zum Fest angereist sind. Für die Hohenpriester und Schriftgelehrten ist das ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um Jesus festzunehmen - zu groß ist die Gefahr eines Aufruhrs. Schließlich haben viele Ihn noch vor wenigen Tagen jubelnd in der Stadt begrüßt (Kap. 11,7-10).
Doch genau das, was die führenden Männer verhindern wollen, geschieht, weil Gott es so will: Jesus Christus stirbt am Passahfest. Denn Er selbst ist „unser Passah“, das geschlachtet wurde (1. Korinther 5,7).
Dieses Fest erinnert an den Tag, als das Volk Israel aus Ägypten zog - als Zeichen der Erlösung. Weil der Pharao sich weigerte, Israel ziehen zu lassen, sandte Gott das letzte Gericht: den Tod aller Erstgeburt in Ägypten. Doch den Israeliten zeigte Gott einen Ausweg: ein Lamm zu schlachten und dessen Blut an die Türpfosten zu streichen. Wo der Gerichtsengel das Blut sah, ging er vorüber (Passah bedeutet „vorübergehen“) - und die Familie blieb verschont (vgl. 2. Mose 12).
Heute haben wir eine noch viel größere, ewige Erlösung - durch unseren Herrn Jesus Christus. Ihm sei Dank!