Fr Freitag
17.
Apr April
Jesus verließ Judäa und zog wieder nach Galiläa. Er musste aber durch Samaria ziehen.
Johannes 4,3.4

Jesus Christus kennenlernen - Umweg mit Folgen

Zur Zeit Jesu herrschte eine starke Abneigung der Juden gegenüber den Bewohnern Samarias. Wenn irgend möglich mieden jüdische Reisende Samaria, das heute etwa der nordwestlichen Seite des Jordanflusses in Israel entspricht. Doch entgegen den Gewohnheiten seiner Zeit durchquert Jesus mit seinen Jüngern genau dieses Gebiet auf dem Weg nach Galiläa. Die Bibel betont ausdrücklich, dass Er dort hindurchziehen musste.

Der Grund für dieses „Muss“ ist eine Frau aus Sichar, einer Stadt in Samaria. Als Sohn Gottes kennt Jesus jeden Menschen und jede Lebensgeschichte in allen Einzelheiten. Er weiß, dass diese Frau auf der Suche nach Sinn und Erfüllung ist. Für sie ganz persönlich nimmt Er diesen Umweg auf sich und begegnet ihr am Brunnen vor der Stadt Sichar. In göttlicher Allwissenheit weiß Jesus genau, wann und wo sie erscheinen wird. Und tatsächlich: Die Frau kommt, um Wasser zu schöpfen.

In dem anschließenden Gespräch wird deutlich, wie leer ihr Leben ist. Fünfmal war sie bereits verheiratet, jetzt lebt sie ohne Trauschein mit einem Mann zusammen. Doch keine ihrer Beziehungen konnte ihr das ersehnte Glück bringen, noch den „Durst“ ihrer Seele stillen. Bei Jesus Christus findet sie jedoch beides. Er knüpft an das täglich benötigte Brunnenwasser an und verheißt denen, die an Ihn glauben: „Wer irgend aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit“ (Johannes 4,14).

So ist es bis heute: Jeder Mensch wird - auf die eine oder andere Weise - Jesus Christus „begegnen“. Jedem bietet Er das „Wasser des Lebens“ an, das nur Er schenken kann, denn jeder soll wissen, dass Er der „Heiland der Welt“ ist (Offenbarung 22,17; Johannes 4,42).