
Ein einmaliges Gemälde
Der französische Maler Georges Rouault (1871-1958) war schon zu Lebzeiten ein berühmter Künstler, dessen Gemälde auf dem Kunstmarkt teuer verkauft wurden. Sein ganzes Leben lang war es sein Ziel, etwas Einmaliges zu erschaffen. Um sicherzustellen, dass nach seinem Tod keine mittelmäßigen Arbeiten zurückbleiben, zerstörte er 1948, im Alter von fast 77 Jahren, mehr als 300 seiner wertvollen Gemälde.
Etwas Besonderes zu sein, etwas Außergewöhnliches zu schaffen, Ruhm zu erlangen, wirklich gut zu sein - danach streben viele Menschen. Und dann ist es schwer zu ertragen, wenn man doch nur durchschnittlich ist und die Ziele nicht erreicht.
Wie gut, dass Gott so ganz andere Maßstäbe anlegt. Darum scharten sich um Jesus gerade die Leute, die sich ihrer Defizite bewusst waren, dazu ganz normale Leute. Gott liebt jeden Menschen - aber nicht, weil sie alle gut oder liebenswert wären. Seine Diagnose fällt im Gegenteil ganz klar aus: Alle sind abgewichen, da ist nicht einer, der Gutes tut.
Gott liebt jeden Menschen, weil Er Liebe ist. Und jeder ist wertvoll, weil Gott ihn liebt. Nicht umgekehrt. Dieser Wert beruht ausschließlich auf der göttlichen Liebe, die ihm Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit verleiht. Und doch brauchen alle Erlösung, sonst kann Gott sie nicht annehmen. Wer die Erlösung, die Gott anbietet, ergreift und Jesus Christus als seinen Retter annimmt, wird sich keine Sorgen mehr um seine Anerkennung bei den Menschen machen. Ihm genügt es zu wissen, dass Gott ihn liebt.
„Du bist teuer, wertvoll in meinen Augen, und ich habe dich lieb“ (Jesaja 43,4).