Mo Montag
6.
Apr April
Maria aber stand bei der Gruft draußen und weinte.
Johannes 20,11

Der Tod ist besiegt

Maria Magdalene bleibt allein am Grab zurück. Tränen verschleiern ihren Blick, als sie sich vorbeugt und im verlassenen Felsengrab zwei Engel in weißen Kleidern bemerkt. Sie sitzen dort, wo Jesus gelegen hat - einer am Kopfende, der andere zu seinen Füßen. Sie fragen Maria teilnahmsvoll: „Warum weinst du?“

Im Gegensatz zu den Soldaten erschrickt Maria nicht vor den Engeln. Sie denkt nur an eins: Wo ist Jesus, ihr Herr und Meister?

Maria dreht sich um. Da steht Jesus hinter ihr. Sie erkennt Ihn nicht, und hält Ihn für den Gärtner. Höflich bittet sie: „Wenn du Ihn weggetragen hast, dann sage mir, wo du Ihn hingelegt hast, und ich werde Ihn wegholen.“ Sie ist von „ihrem Herrn“ so erfüllt, dass sie meint, jeder müsse wissen, von wem sie spricht. Jesus antwortet ihr nur mit einem Wort: „Maria.“ Jetzt erkennt sie Ihn und sagt zu Ihm auf Hebräisch „Rabbuni!“ Das bedeutet „mein Gebieter“.

Was für ein Augenblick für Maria - ihr Herr ist lebendig! Und Er hat sich nicht verändert: Er ist immer für die da, die verzweifelt weinen und Sehnsucht nach Ihm haben.

Jesus schickt Maria mit seiner Siegesbotschaft zu den Jüngern. Und am Abend tritt Er selbst in den Raum, wo die Jünger ängstlich hinter verschlossenen Türen ausharren, und begrüßt sie mit den Worten „Friede euch!“

Doch einer fehlt an diesem Abend: Thomas. Warum, wird uns nicht berichtet. Er kann nicht glauben, was ihm seine Freunde strahlend erzählen. Armer Thomas! Er kann sich gar nicht mitfreuen. Doch Jesus kennt seine Zweifel und kümmert sich um ihn: Als die Apostel eine Woche später vollzählig versammelt sind, erscheint der Herr Jesus erneut. Thomas darf Ihn anschauen und sogar berühren - und Thomas glaubt an die leibliche Auferstehung seines Meisters (Johannes 20,24–29). Es gibt keinen Zweifel mehr: Jesus ist wirklich auferstanden und lebt! Er hat den Tod besiegt!