Fr Freitag
3.
Apr April
Sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf das Haupt und gaben ihm einen Rohrstab in die Rechte; und sie fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden!
Matthäus 27,29

Verspottet und gekreuzigt

Nach der brutalen, blutigen Geißelung wird Jesus Christus den römischen Soldaten überlassen, die Ihn als „König der Juden“ verspotten: Sie hängen Ihm einen roten Soldatenmantel um und setzen Ihm eine Krone aus langen, spitzen Dornen auf. Dann schlagen sie Ihm auf den Kopf und verhöhnen Ihn. Abgründe der Gemeinheit und Brutalität, die Jesus schweigend erduldet.

So furchtbar misshandelt wird Er schließlich zum Richtplatz vor der Stadt geführt, nach Golgatha. Das schwere Kreuz, an dem Er dort angenagelt werden soll, muss der Herr selbst tragen - eine Qual auf dem von der Geißelung zerpflügten Rücken. Die Soldaten zwingen schließlich einen vorbeigehenden Fremden, das Kreuz für Jesus zu tragen.

Nun wird der Sohn Gottes zwischen zwei Verbrechern gekreuzigt. Frei von jeglichem Zorn betet Er: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Die Soldaten verteilen seine Kleidung unter sich und losen um sein Untergewand, das in einem Stück gewebt ist. Spott und Hohn für Jesus nehmen kein Ende - bis sich plötzlich eine Stimme für Jesus erhebt. Einer der verurteilten Verbrecher am Kreuz stellt dem Mann in der Mitte das Zeugnis aus, dass Er nie etwas Ungeziemendes getan hat, und ruft seine Barmherzigkeit an. Jesus verspricht ihm: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“

Und dann verstummt alles menschliche Geschrei. Etwas Erschreckendes geschieht: Am hell­lichten Tag wird es dunkel - nicht dämmrig, nein, stockfinster. Denn was nun geschieht, wird vor allen Menschenaugen verborgen: Gott richtet die Schuld sündiger Menschen an seinem eigenen, geliebten Sohn, der in höchster Not aufschreit: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (vgl. Matthäus 27,46). - Es war meinetwegen!

Dann endlich, nach drei endlosen Stunden, wird es wieder hell.