
Gedanken zum Markus-Evangelium
Die Jünger haben vom Herrn Jesus erfahren, woran sie erkennen können, dass Er bald „in großer Macht und Herrlichkeit“ erscheinen wird (V. 26).
Besonders folgende Ereignisse kündigen dies an:
- Kriege, Kriegsgerüchte, Erdbeben und Hungersnöte - der „Anfang der Wehen“;
- die gläubigen Juden werden einer grausamen Verfolgung ausgesetzt sein und dazu aufgefordert, aus ihrem Land zu fliehen;
- der „Gräuel der Verwüstung“ wird im Tempel aufgestellt;
- falsche Propheten werden mit Zeichen und Wundern versuchen, die Menschen zu verführen.
Es besteht kein Zweifel, dass diese Ereignisse genauso eintreten werden, wie sie in dieser Endzeitrede beschrieben sind. Denn Jesus ist der Sohn Gottes und seine Worte sind lebendig und wahr. Umso bemerkenswerter ist es, dass Er hier sagt, Er wisse nicht, wann sich all dies erfüllen wird.
Zweifellos bleibt der Mensch Jesus Christus für uns unergründlich. Doch wir erkennen, dass der Evangelist Markus Ihn als den vollkommenen Knecht Gottes darstellt - als den, der gekommen war, um zu dienen (vgl. Kap. 10,45). Bereits im ersten Kapitel fällt auf, dass weder sein Stammbaum noch seine Kindheit erwähnt werden; beides ist für einen Knecht nicht von Bedeutung. Der Sohn Gottes erniedrigte sich selbst, „indem er gehorsam wurde“ und darauf verzichtete, ohne die Weisung Gottes von seinen göttlichen Eigenschaften Gebrauch zu machen (Philipper 2,8). Darüber staunen wir - und beten Ihn an!