Do Donnerstag
12.
Mär März
Schwingt sich der Habicht durch deinen Verstand empor, breitet seine Flügel aus nach Süden?
Hiob 39,26

Vögel - Ingenieurskunst bis ins Detail

Ein Vogel kann fliegen, weil Körper und Gefieder perfekt auf­einander abgestimmt sind: Die Flugfedern sind leicht und zugleich stark, biegsam, drehbar und knickfest. Schaft, Federäste und Federstrahlen sind präzise angeordnet, teilweise über Kreuz, und sorgen so für Stabilität und Knickfestigkeit. Die Feder­strahlen, die beidseitig vom Federast abzweigen, sind durch sogenannte Hakenstrahlen wie bei einem Reißverschluss mit­einander verhakt. Sie schließen so dicht, dass die Ober­fläche luft­undurchlässig ist.

Der Federschaft ist schaumartig gefüllt und kehrt nach einer Verformung elastisch in seine ursprüngliche Form zurück. Die einzelnen, teilweise unterschiedlich geformten Federn sind über Muskeln mit dem Körper verbunden. Diese benötigen Blutgefäße und Nerven, die mit dem Gehirn verknüpft sind - so kann der Vogel seine Federn gezielt ausrichten, um stabile Flügel­flächen zu formen. Sein Skelett ist leicht, robust und relativ starr, bietet dabei aber zugleich optimale Ansatzstellen für die kräftige Flugmuskulatur.

Erst das perfekte Zusammenspiel all dieser Komponenten er­mög­licht das Fliegen. Allein das ist schon erstaunlich. Denn fällt nur ein einziges Teil weg, wird das Fliegen trotz Federn un­mög­lich. Wissenschaftler sprechen hier von „nicht reduzierbar komplex“. Verschiedene Bauteile müssen aus dem richtigen Material bestehen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und koordiniert zusammenwirken. Und all das musste schon im ersten Vogelei vollständig angelegt und ausgebildet sein.

Fliegende Vögel sind ein wahres Wunder der Ingenieurskunst. Kein planloser Zufall hat sie hervorgebracht, sondern der große Schöpfer-Gott!