
Vögel - Ingenieurskunst bis ins Detail
Ein Vogel kann fliegen, weil Körper und Gefieder perfekt aufeinander abgestimmt sind: Die Flugfedern sind leicht und zugleich stark, biegsam, drehbar und knickfest. Schaft, Federäste und Federstrahlen sind präzise angeordnet, teilweise über Kreuz, und sorgen so für Stabilität und Knickfestigkeit. Die Federstrahlen, die beidseitig vom Federast abzweigen, sind durch sogenannte Hakenstrahlen wie bei einem Reißverschluss miteinander verhakt. Sie schließen so dicht, dass die Oberfläche luftundurchlässig ist.
Der Federschaft ist schaumartig gefüllt und kehrt nach einer Verformung elastisch in seine ursprüngliche Form zurück. Die einzelnen, teilweise unterschiedlich geformten Federn sind über Muskeln mit dem Körper verbunden. Diese benötigen Blutgefäße und Nerven, die mit dem Gehirn verknüpft sind - so kann der Vogel seine Federn gezielt ausrichten, um stabile Flügelflächen zu formen. Sein Skelett ist leicht, robust und relativ starr, bietet dabei aber zugleich optimale Ansatzstellen für die kräftige Flugmuskulatur.
Erst das perfekte Zusammenspiel all dieser Komponenten ermöglicht das Fliegen. Allein das ist schon erstaunlich. Denn fällt nur ein einziges Teil weg, wird das Fliegen trotz Federn unmöglich. Wissenschaftler sprechen hier von „nicht reduzierbar komplex“. Verschiedene Bauteile müssen aus dem richtigen Material bestehen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und koordiniert zusammenwirken. Und all das musste schon im ersten Vogelei vollständig angelegt und ausgebildet sein.
Fliegende Vögel sind ein wahres Wunder der Ingenieurskunst. Kein planloser Zufall hat sie hervorgebracht, sondern der große Schöpfer-Gott!