
Jesus Christus kennenlernen - Jesus betet
Ein ausgefüllter, anstrengender Tag liegt hinter Jesus. Ein Sabbat, der Ruhetag in Israel, an dem nicht gearbeitet werden durfte. Morgens ein Besuch in der Synagoge von Kapernaum. Ein jüdischer Gottesdienst. Jesus predigt und setzt alle Zuhörer in Erstaunen, weil seine Botschaft so frisch und neu und machtvoll ist. Dann kommt es zum Zwischenfall: Ein stark okkult belasteter Mann, der von einem Dämon besessen ist, stört den Gottesdienst und schreit Jesus an: „Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich kenne dich, du bist der Heilige Gottes!“ Jesus verbietet dem Dämon, weiterzusprechen, und vertreibt ihn aus dem unglücklichen Mann. Die Synagogenbesucher staunen und die Neuigkeiten über Jesus verbreiten sich blitzschnell in der ganzen Gegend. Danach ist Jesus bei seinem Jünger Petrus zu Gast und macht dessen Schwiegermutter gesund, die mit hohem Fieber im Bett liegt. Am Abend nach Sonnenuntergang, als nach jüdischer Zeitmessung der Sabbat endet und der Alltag beginnt, kommt ganz Kapernaum vor Petrus‘ Haus zusammen. Alle bringen ihre Kranken und okkult Belasteten. Und Jesus heilt, befreit und hilft vielen (vgl. Markus 1,21-34). Bestimmt ist es spät geworden.
Doch schon früh, noch ehe die Sonne aufgeht, steht Jesus auf und zieht sich an eine einsame Stelle in der Natur zurück. Dort betet er, das heißt, Er spricht mit seinem Vater im Himmel.
Jesus betet viel, oft, eindringlich, manchmal ganze Nächte. Warum ist Ihm das Gebet so wichtig?
- Jesus liebt seinen Vater. Mit Ihm im Gespräch zu sein, ist für Jesus völlig „normal“ und wichtig - wie, wenn man eine Beziehung pflegt.
- Zu erfahren und zu tun, was der himmlische Vater will, ist Speise für Jesus, sozusagen lebensnotwendig (vgl. Johannes 4,34). Daraus schöpft Er jeden Tag Kraft für sein Leben auf der Erde.