
Verschwunden im Dunkel (2)
1. Januar 1995, 22.14 Uhr. Der Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP kentert in einem Orkan, richtet sich jedoch selbstständig wieder auf. Doch das Schiff ist manövrierunfähig - ohne Antrieb, ohne Strom. Der Fahrstand ist beschädigt, das Tochterboot zusammengedrückt. Die Mannschaft kann noch einen Notruf absetzen, dann bricht der Funkkontakt ab.
23.50 Uhr. Ein Helikopter sichtet das havarierte Schiff, das in schwerer See treibt. Vormann Bernhard Gruben hangelt sich aufs Vorschiff und versucht, das Winden-Seil des Hubschraubers zu greifen. Doch die See ist zu schwer, die Rollbewegung des Schiffs zu heftig - es liegt mit fast 100 Grad Schlagseite im Wasser. Gruben beschließt, sich zurück zum Aufbau zu hangeln. Doch da stürzt eine weitere gewaltige Wassermasse über das Schiff und er wird über Bord gerissen. Nur kurz noch ist das Lichtsignal an seiner Rettungsweste zu sehen, dann ist er verschwunden.
Über 87.000 Menschen sind in den 160 Jahren seit Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gerettet worden: Segler im Sturm, Fischer in Not, Seeleute auf Frachtern und Bohrinseln, Kranke und Schwangere von den Inseln. Doch immer wieder sind dabei auch Retter auf See geblieben.
Von ihnen, die ihr Leben eingesetzt und es verloren haben, gehen meine Gedanken zu dem größten aller Lebensretter: zu Jesus Christus. Er kam, um Menschen für die Ewigkeit zu retten, und wusste, dass Er dafür sein Leben lassen musste. Und Er war bereit dazu. - Weil Er am Kreuz gestorben ist, darf ich jetzt schon ein Leben mit Ihm führen und im Himmel einmal ewig bei Ihm sein. Seine Hingabe und Liebe überwältigen mich!