Mo Montag
9.
Mär März
Gott spricht und bestellt einen Sturmwind, der hoch erhebt seine Wellen. Sie fahren hinauf zum Himmel, sinken hinab in die Tiefen; es zerschmilzt in der Not ihre Seele. Sie taumeln und schwanken wie ein Betrunkener, und zunichte wird all ihre Weisheit.
Psalm 107,25–27

Verschwunden im Dunkel (1)

Am 1. Januar 1995 tobt vor der holländischen Küste ein schwerer Orkan. Zwei Rettungsboote laufen aus, um einem Frachtschiff in Seenot zu helfen. Bei diesem Einsatz geht ein holländischer Helfer über Bord. An der sofort eingeleiteten Suchaktion beteiligt sich auch der Borkumer Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP. Nach ca. 2 ½ Stunden wird der Schiffbrüchige entdeckt und gerettet. Die ALFRIED KRUPP nimmt Kurs auf die Heimfahrt.

22.14 Uhr. Der Maschinist Theo Fischer ist vom oberen Fahrstand der ALFRIED KRUPP auf dem Weg in den Maschinenraum. Da wird das Schiff plötzlich von schweren Grundseen und gewaltigen Wassermassen erfasst. Es kentert, wird überrollt und liegt kurzzeitig kieloben. Teile der Ausrüstung reißen sich los, schlagen sich in die Decke ein. Zwei Scheiben brechen, die Elektrik wird beschädigt, die Motoren schalten sich sofort ab. Zwar richtet sich die ALFRIED KRUPP nach dem gewaltigen Schlag wieder selbst auf - doch Theo Fischer ist nicht mehr an Bord. Er hat sich für den Kontrollgang nach unten nur kurz abgeschnallt - da riss die Welle ihn fort.

Ja, das Leben ist gefährlich. Nicht nur auf dem Wasser, auch an Land. Sind wir vorbereitet, haben wir vorgesorgt? Kennen wir den, der das Leben jedes Menschen in seiner Hand hat? Kennen wir Jesus Christus als unseren Retter und Herrn? Er will uns Frieden im Gewissen und Ruhe im Herzen schenken. Er will unser Leben gestalten - und uns sicher „in den ersehnten Hafen“ bei Ihm bringen (V. 30). Vertrauen wir uns Ihm an!