Di Dienstag
3.
Mär März
Wohin sollte ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor deinem Angesicht? ...
Spräche ich: „Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her“ - auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.
Psalm 139,7.11.12

Gott sieht mich

Ein Mensch kann sich vor anderen verstecken und untertauchen, so dass ihn niemand findet - doch Gott sieht ihn. Weder im Himmel (oben) noch im Scheol (unten), und auch nicht am Ende des Meers (in der äußersten Ferne) gibt es einen Ort, wo ein Mensch sich vor dem Blick und der Beobachtung Gottes verbergen kann (Verse 8.9). Ein arabisches Sprichwort bringt es treffend auf den Punkt: Eine schwarze Ameise in schwarzer Nacht auf einem schwarzen Stein - Gott sieht sie. „Die Finsternis wäre wie das Licht“. Was in der Antike noch unvorstellbar war, ist heute im Zeitalter der Röntgen- und Ultrastrahlen sowie Wärmebildkameras für uns eine alltägliche Realität.

Elihu, einer der Weisen der Bibel, sagt: „Da ist keine Finsternis und kein Todesschatten, dass sich darin verbergen könnten, die Frevel tun“ (Hiob 34,22). Jesus betont, dass Gott, sein Vater, sowohl im Verborgenen ist als auch im Verborgenen sieht (Matthäus 6,18).

Wie auch viele andere biblische Personen zeigt uns David, wie wir lernen können, vor Gott keine Angst mehr zu haben und uns nicht mehr vor Ihm verstecken zu müssen. Am Ende des obigen Psalms betet er: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!“ (V. 23.24). David lädt Gott in sein Leben ein und wünscht sich, dass dieser ihm zeigt, was das Miteinander stört und hindert. Er will Sünden erkennen und bekennen, falsche Wege verlassen und ein Leben führen, das Gott Freude bereitet. Ein vorbildlicher und zeitgemäßer Wunsch!