So Sonntag
1.
Mär März
Und dann, wenn jemand zu euch sagt: „Siehe, hier ist der Christus! Siehe, dort!“, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich die Auserwählten zu verführen. Ihr aber gebt acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.
Markus 13,21–23

Gedanken zum Markus-Evangelium

Die meisten Menschen interessieren sich für die Zukunft. Heute erstellen Wissenschaftler konkrete Prognosen, in denen sie Faktoren wie Klimawandel und Digitalisierung berücksichtigen. Doch ob sich alles so entwickelt, wie vorhergesagt, weiß niemand. Nur Gott kann Dinge voraussagen, die tatsächlich eintreffen, denn Er allein ist allwissend.

Die Vorhersage Jesu, dass die Tempelgebäude in Jerusalem dem Erdboden gleichgemacht werden würden, ist Realität geworden: Seit 70 n. Chr. gibt es dort keinen Tempel mehr. Das ist nur eine von vielen biblischen Prophezeiungen, die sich bereits erfüllt haben. Ebenso zweifellos werden sich die zahlreichen anderen Vorhersagen - einschließlich der des Alten Testaments - erfüllen.

Auffällig ist, dass Jesus Christus im Blick auf die Endzeit gleich zweimal vor Verführung warnt (vgl. V. 5.21). Viele werden sich selbst als „Christus“ ausgeben - und Erfolg haben; die Mehrheit des jüdischen Volks wird den Antichristen annehmen.

Doch die Auserwählten, also diejenigen, die dann das Evangelium des Reichs angenommen haben und auf den wahren Christus hoffen, werden nicht darauf hereinfallen. Gerade sie hat der Teufel im Visier: Falsche Propheten werden alles daransetzen, sie zu verführen. Mit „Zeichen und Wundern“ erwecken sie den Eindruck, es handle sich um Christus selbst oder um seine Apostel (vgl. Johannes 4,48; 2. Korinther 12,12).

Auch heute hört man unter Christen von Wunderheilern, die große Versprechungen machen. Doch seien wir wachsam: Der Teufel tritt gern als „Engel des Lichts“ auf und will auf diese Weise Menschen in seinen Bann ziehen.