
Jesus kennenlernen - Versuchung
„Jemand in die Wüste schicken“ - ein geflügeltes Wort, das bedeutet, jemanden mehr oder weniger ehrenvoll zu entlassen.
Doch Jesus, der Sohn Gottes, wird buchstäblich in die Wüste geschickt - und zwar vom Heiligen Geist. Der Zweck dieses Aufenthalts: Er soll beweisen, dass Er für die Mission, die Ihm der Vater gegeben hat, geeignet und bevollmächtigt ist. Jesus wird versucht - oder, wie wir heute sagen würden, „getestet“.
Das Werkzeug dieser Prüfung ist Gottes feindseliger Gegenspieler: Satan. Er setzt alles daran, dem Sohn Gottes die Ehre abzuschneiden - und doch dient er letztlich ungewollt Gottes Plänen. Ein geheimnisvolles Zusammenspiel.
Der Sohn Gottes verbringt also in Gottes Auftrag 40 Tage in der Wüste. Während dieser Zeit fastet Er. Dass Er nach dieser langen Zeit hungrig ist, überrascht nicht - schließlich kennt Er als Mensch natürliche Bedürfnisse.
Zeit für Satans „Auftritt“. Er macht Jesus drei Vorschläge:
- Steine zu Brot verwandeln, um seinen Hunger zu stillen.
- Sich vom Dach des Tempels herabwerfen, weil Gott versprochen hat, Ihn zu bewahren (vgl. Psalm 91,11.12).
- Die Herrschaft der Welt annehmen, wenn Er Satan als „Gegenleistung“ anbetet - eine besonders dreiste Forderung.
Doch Jesus bleibt standhaft. Mit großer Ruhe und wunderbarer Würde wehrt Er alle Versuchungen ab, indem Er sich auf die Heilige Schrift beruft. Schließlich muss Satan unverrichteter Dinge abziehen.
Jesus hat bewiesen, dass der Satan „nichts in ihm hat“ (Johannes 14,30), keinen Anknüpfungspunkt, um Ihn zur Sünde zu verleiten. Denn Jesus ist absolut rein, sündlos und heilig - einzig für Gott da.