Do Donnerstag
5.
Feb Februar
Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Güte! Nach der Größe deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen! Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich von meiner Sünde!
Psalm 51,3.4

Vom Licht der Sterne zum Licht der Sonne

Raza, ein gebildeter Mann aus Myanmar, findet am Bahnhof seiner Heimatstadt ein kleines Buch, das offenbar ein Reisender verloren hat. Beim flüchtigen Durchblättern stellt er fest, dass es sich um einen Gedichtband handelt. Tatsächlich hält er, ohne es zu wissen, das Buch der Psalmen in den Händen, einen Teil des Alten Testaments der Bibel.

Neugierig beginnt er zu lesen. Obwohl die Psalmen aus einer sehr alten Zeit und einer ihm fremden Kultur stammen, fühlt er sich angesprochen. Bald merkt er, dass die Themen darin auch heute noch relevant sind: Es geht um Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, um seine Gerechtigkeit, Gnade und Fürsorge, sowie um Menschen, die ihre Sehnsucht nach Vergebung und Befreiung ausdrücken.

Noch bevor Raza das Buch vollständig gelesen hat, zerstört er seine Götzen und entscheidet sich, nur noch dem Gott zu dienen, den er in den Psalmen gefunden hat. Der heutige Bibelvers aus Psalm 51 wird zu seinem täglichen Gebet: „Sei mir gnädig, o Gott …“

Eines Tages begegnet er einem christlichen Missionar, der ihm ein Neues Testament schenkt. Mit großer Aufmerksamkeit liest er daraufhin die Evangelien. Die Psalmen haben ihm gezeigt, dass Gott bereit ist, ihm zu vergeben und ihn zu erlösen. Im Neuen Testament erkennt er nun, auf welcher Grundlage Gott Sünden vergeben kann: Gott hat seinen Sohn Jesus Christus stellvertretend für die Sünden derer, die an Ihn glauben, bestraft - mit dem Tod am Kreuz!

Dankbar nimmt Raza diese gute Botschaft für sich an. Endlich hat er die Gewissheit, dass Gott ihm alle Sünden vergeben hat. Überglücklich bezeugt er: „Bisher habe ich im Licht der Sterne gelebt, doch jetzt ist mir die Sonne aufgegangen!“