
Glaube an einen Niemand-Gott
Mir saß ein russisches Ehepaar gegenüber. Beide waren kommunistisch erzogen und überzeugt: „Gott gibt es nicht.“ Dann aber erzählte der Mann:
„Wir sind Bildhauer und arbeiteten vor einiger Zeit an einem Standbild. Dabei wurde uns bewusst, wie erstaunlich der menschliche Daumen ist. Wäre er nicht den anderen Fingern gegenüberliegend, sondern wie unsere Zehen angeordnet, könnten wir weder greifen noch festhalten. Wer hat ihn so gemacht? Uns war beigebracht worden, dass Himmel und Erde aus dem Nichts entstanden sind. Doch wer auch immer diesen kleinen Daumen erschaffen hat, allein dafür wäre er zu loben.
Für uns war im Himmel niemand - Gott gab es ja nicht! Meine Frau sagte, selbst wenn das so sei, sei sie entschlossen, von ganzem Herzen diesen ‚Niemand‘ zu verehren, der den Daumen gemacht hat. Also verehrten wir beide einen ‚Niemand-Gott‘. Mit der Zeit wurde unser Glaube umfassender, denn uns wurde bewusst, dass der Schöpfer des Daumens auch die Sterne, die Blumen und alles andere Schöne im Leben geschaffen hat.“
Dieses Ehepaar war glücklich, als es hörte, dass sein Glaube an den „Niemand-Gott“ nicht vergeblich war. Denn dieser Gott liebte sie so sehr, dass Er seinen eigenen Sohn sandte, der sich für sie am Kreuz opferte. Von da an war es für beide nur noch ein kleiner Schritt, persönliche Errettung und Erlösung durch Jesus Christus zu erfahren.
Wer sich heute Christ nennt, hat keine Entschuldigung: Er kann Gott kennen, Ihm danken und Ihn ehren (Römer 1,18–21).