
Gedanken zum Markus-Evangelium
Wir befinden uns hier in der sogenannten Endzeitrede Jesu, in der Er seine Jünger auf zukünftige Ereignisse vorbereitet: Kriege und Erdbeben werden den „Anfang der Wehen“ bilden. Doch an erster Stelle warnt der Herr vor Verführung: Es werden Personen auftreten, die sich fälschlicherweise als der Christus ausgeben.
Nun fordert Jesus seine Jünger erneut auf, wachsam zu sein. Denn wer an Ihn glaubt, muss mit heftigem Widerstand rechnen. Doch wer hätte damals geahnt, dass Jünger Jesu tatsächlich an „Synedrien“ und „Synagogen“ überliefert werden würden - an Gremien, in denen die religiösen Führer dominierten? Die Apostelgeschichte berichtet, dass genau das geschah. Wer Jesus als den Christus bezeugte, galt als Ketzer und wurde verfolgt - zum Teil mit Unterstützung durch die weltliche Gerichtsbarkeit. So musste sich der Apostel Paulus vor den Statthaltern Felix und Festus, dem König Agrippa und schließlich sogar vor dem Kaiser in Rom verantworten (vgl. Apostelgeschichte 24,24–27; 25,1–23).
Die meisten dieser hochgestellten Personen blieben Feinde Jesu Christi. Doch die Gnade Gottes bietet sich jedem an. Auch wenn sie schwerlich in das Reich Gottes eingehen - „bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Matthäus 19,23–26).
Wie gnädig ist Gott! Er will Menschen retten (vgl. 2. Petrus 3,9). Deshalb lässt Er das Evangelium verkündigen - bis Christus in Herrlichkeit erscheint und das Friedensreich errichtet.