
Jesus Christus kennenlernen - Das Lamm Gottes
Bethanien am Jordan: Hier tauft Johannes der Täufer viele jüdische Menschen, die zur Buße bereit sind und ihre Sünden bekennen. Eines Tages kommt Jesus an den Jordan, um sich ebenfalls von Johannes taufen zu lassen. Johannes sieht in Ihm nicht einen Menschen, der wegen begangener Sünden Buße tun muss. Im Gegenteil, er sagt zu seinen Zuhörern: „Schaut hin, dieser Mann ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.“
Diese Aussage ist den Juden, die Johannes umgeben, nicht so fremd wie für uns moderne Menschen, die nicht zum Volk Israel gehören. Das Lamm spielt eine zentrale Rolle: beim Pessach (Passah), dem Fest, das an die Befreiung Israels aus Ägypten erinnert. Jährlich essen die Israeliten ein am Feuer gebratenes Lamm (2. Mose 12,3–14). Mehr noch: Zweimal täglich - morgens und abends - bringen die Priester in Jerusalem ein Lamm als Opfer dar (2. Mose 29,38–42). Lämmer sind also im jüdischen Gottesdienst gut bekannt. Doch keins dieser Lämmer ist je „Lamm Gottes“ genannt worden, und keins hat auch nur im Entferntesten „die Sünde der Welt“ wegnehmen können. Jesus Christus ist einzigartig: Der Sündlose wird das Opfer für die Sünde, damit diese einmal vollständig aus dem Universum verschwindet.
Am nächsten Tag steht Johannes wieder mit seinen Schülern zusammen und deutet erneut auf Jesus: „Seht, das Lamm Gottes!“ Zwei von ihnen - Andreas und vermutlich Johannes, der Sohn des Zebedäus - nutzen die Gelegenheit, um zu Jesus zu gehen.
Ob sich auch heute noch Menschen von „dem Lamm Gottes“ angezogen fühlen?