Do Donnerstag
29.
Jan Januar
Auf dich werden vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast nicht verlassen, die dich suchen, Herr.
Psalm 9,11

Der Einfluss einer Mutter

In den 1980er Jahren wächst Sascha in einem totalitären Staat allein bei seiner Mutter auf. Als er zehn Jahre alt ist, erscheint die Polizei, um ihn seiner Mutter wegzunehmen, da sie Christin ist. Verzweifelt klammert er sich an sie und ruft: „Mama, ich will bei dir bleiben!“ Weinend schließt sie ihn in ihre Arme. Aber sie ist machtlos. Als die Nachbarn empört herbeilaufen, sagt einer der Polizisten beschwichtigend: „Wir wollen die beiden nicht trennen, sie kann mitkommen!“ Beide steigen ein, doch schon nach kurzer Fahrt hält das Auto in einem Wald an. Die Mutter wird aufgefordert, auszusteigen. Dann fährt das Auto ab, und die Mutter wird in ihrem Schmerz zurückgelassen.

Unermüdlich betet sie für Sascha, und ihre Gebete werden schließlich erhört. Sie findet das Haus, in dem der Junge lebt. Beim ersten Kontakt sagt die Erzieherin: „Sie haben wirklich einen besonderen Sohn! Vor dem Schlafen kniet er sich hin und betet. Die anderen Kinder verspotten ihn, aber am nächsten Morgen betet er wieder. Er betet auch vor jedem Essen. Und überhaupt ist er sehr friedlich und ruhig!“

Als die beiden im Besucherzimmer allein sind, fragt die Mutter: „Sascha, warum hast du mir nie geschrieben?“ „Ich darf nicht, wir werden ständig überwacht.“ Nach einer Weile kehrt die Erzie­herin zurück und findet die beiden kniend im Gebet. Sie hält inne und hört, wie Sascha seinem Herrn Jesus mit einfachen Worten dankt, dass Er für ihn gestorben ist und immer bei ihm ist. Dann betet er für sie und das ganze Personal, ja sogar für die anderen Kinder, die ihn immer auslachen.

Einige Tage später ruft die Erzieherin Sascha zu sich. „Dein Glaube beeindruckt mich“, beginnt sie. „Ich habe gehört, wie du mit deiner Mutter gebetet hast. Das hat mich nicht mehr losgelassen! Jetzt glaube auch ich an Jesus Christus. Er ist mein Erlöser!“