
Veränderung im Leben
Roy ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach 17 Jahren beantragt er vorzeitige Entlassung. Der Seelsorger, der ihn betreut, wird zu einer Stellungnahme vor Gericht geladen.
„Warum plädieren Sie für die Begnadigung dieses Mannes?“, fragt der Richter. Der Seelsorger antwortet: „Weil Gott in sein Leben getreten ist.“
Der Richter sieht ihn verwirrt an. „Was meinen Sie damit, dass Gott in sein Leben getreten ist?“
„Das erkläre ich Ihnen gern“, erwidert der Seelsorger. „Als Roy verurteilt wurde, dachte er, er hätte es nur mit den menschlichen Gerichten zu tun. Eines Tages erkannte er jedoch, dass er sich auch vor Gott verantworten muss. Seine Schuld vor Gott lastete schwerer auf ihm als seine Schuld vor Menschen. Er verzweifelte an der Frage: Wie kann ich meine abscheulichen Taten vor Gott wiedergutmachen? Dann hörte er die wunderbare Botschaft von der Gnade Gottes. Er verstand, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus für fremde Schuld bestraft hatte. Diese Botschaft nahm er glaubend für sich in Anspruch und wurde von der Last seiner Schuld befreit. Roy ist nun ein neuer Mensch! Sein Leben und seine gesamte Einstellung haben sich zum Guten gewandelt.“
Der Richter ist beeindruckt, aber noch nicht ganz überzeugt. „Gut“, sagt er, „aber jetzt noch eine persönliche Frage: Würden Sie ihn als Nachbarn akzeptieren, falls er freikommt?“ „Nicht nur als Nachbarn“, versichert der Seelsorger, „sondern als einen Bruder!“
Roy wird freigelassen und erzählt voller Freude überall, was Gottes Gnade in einem Menschen bewirken kann - selbst bei einem Schwerverbrecher!
„Wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17).