
Jesus Christus kennenlernen - Der Heiland
Das Leben der jungen Jüdin Maria ist in unvorstellbarem Maß durcheinandergewirbelt worden. Ein Engel, ein himmlischer Bote Gottes, brachte ihr die Nachricht, dass sie - obwohl noch nicht verheiratet, sondern erst verlobt - schwanger werden und den lange ersehnten Messias (Christus) Israels zur Welt bringen soll. Er erzählte ihr auch von einem weiteren Wunder: Ihre viel ältere, „hochbetagte“ Verwandte Elisabeth erlebt gerade ihr persönliches Wunder und erwartet ebenfalls ein Kind. Maria macht sich auf den Weg zu ihr - dort wird sie Verständnis und Ermutigung finden. Die herzliche Begrüßung Elisabeths tut Maria sichtlich gut. Man merkt es daran, dass sich jetzt bei ihr der Jubel Bahn bricht: „Mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland.“ Aber was bedeutet „Heiland“ eigentlich? Martin Luther übersetzte damit das griechische Wort soter, das „Erlöser“ oder „Retter“ bedeutet. Im Althochdeutschen heißt „Heiland“ so viel wie „der Heilende“. Wen meint Maria mit diesem Wort? Wen bezeichnet sie als ihren Heiland? Die Antwort ist klar: Gott. Ja, auch diese auserwählte Frau, die Mutter Jesu, kennt und braucht Ihn als Retter.
Der zweite Tagesvers zeigt, dass Gott seinen Sohn als Heiland, als Retter, gesandt hat. Ein Widerspruch? Nein, im Gegenteil: Gott, der Vater, und Gott, der Sohn, sind in ihren Heilsabsichten vollkommen eins. Ein Geheimnis, das der menschliche Verstand nicht begreifen kann - und doch wunderschön. Wenn Gott, der Vater, und Gott, der Sohn, retten wollen, wer könnte sie jemals daran hindern! Das Heil wird der ganzen Welt angeboten; keiner ist ausgenommen. Es liegt nun an uns, die Rettung anzunehmen, um wie Maria sagen zu können: „Mein Heiland“.