Mo Montag
19.
Jan Januar
Einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, irregehend, dienten mancherlei Begierden und Vergnügungen, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend. Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete er uns.
Titus 3,3–5

Die Betschuanen

Im 19. Jahrhundert arbeitete der Pionier und Missionar Robert Moffat fünfzig Jahre in Südafrika unter dem Stamm der Betschuanen am Oranje-Fluss. Seine Fähigkeiten als Gärtner, Zimmermann und Schmied brachten ihm den Respekt der Einheimischen ein. Sein Hauptanliegen aber war es, den Menschen die Botschaft von Jesus Christus zu bringen. Dazu übersetzte er die Bibel in ihren Dialekt. Eines Tages kam ein Betschuane zu Moffat und sagte: „Meister, ich möchte dich etwas fragen: Kannten die Leute, die das Neue Testament geschrieben haben, unseren Stamm? Wir haben in unserem Dorf darüber diskutiert und viele meinen: Ja.“ „Wie kommt ihr darauf?“, fragte Moffat verwundert.

„Nun, wir denken, sie müssen uns gekannt haben, denn all das Böse, das wir tun und denken, steht in diesem Buch.“

Viele Betschuanen wurden damals von den klaren Aussagen des Wortes Gottes überzeugt, weil es alles Böse schonungslos aufdeckt. Gleichzeitig erkannten sie aber auch die Liebe, in der Gott sie von ihrer Schuld befreien wollte. Durch den Glauben an Jesus Christus wurde ihr Leben grundlegend verändert.

Wie lese ich die Bibel? Beziehe ich sie - wie diese Betschuanen - bewusst auf mich selbst? Öffne ich mich der göttlichen Kritik an meinem bisherigen Leben? Oder bin ich mit mir und meiner Lebensweise zufrieden? Bin ich bereit, den Bibelvers Jesaja 55,7 auf mich zu beziehen? Er lautet: „Der Gottlose verlasse seinen Weg … und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung.“